Schneechaos

Durchs Nadelöhr: So kämpft sich der Winterdienst durch Halvers Straßen

Ein Schneeräumfahrzeug kommt in Halver nicht durch jede Straße.
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In den Buchen steht der 14-Tonner von vornherein auf verlorenem Posten.

Morgens um 4 Uhr, wenn es im Winter noch lange nicht dämmert, geht’s los am Baubetriebshof an der Elberfelder Straße. Dann rollen die Räumfahrzeuge raus. Jedenfalls da, wo’s geht.

Halver - 14 Tonnen wiegt der Lkw, den Dirk Mesenhöller an solchen Tagen durch die schlafende Stadt steuert. Drei Meter breit ist der Räumschild, von dessen unterer rechter Ecke der Fahrer nur weiß. Sehen kann er sie nicht. Schon ein unvermutetes Schlagloch könnte reichen, um das Stahlteil in eines der stehenden Fahrzeuge zu drücken. Und von denen gibt es viele am Straßenrand, denn die meisten Besitzer liegen noch im Bett. Frühmorgens ist das so, in den Abendstunden und am Wochenende, wenn weitere Einsätze gefahren werden müssen, in der Regel auch.

Mit provisorischen Halteverbotszonen an den engen Straßen versucht die Stadt dagegenzuhalten. Das klappt mal mehr, aber auch mal weniger. „Wir müssen dann Knöllchen schreiben oder im schlimmsten Fall abschleppen“, sagt Klaus Lau vom Ordnungsamt über das alte Problem, dass einfach zu viele stehende Autos im Straßenraum vorhanden sind. Sind sie unzulässig geparkt und blockieren Räumdienst, Müllabfuhr oder sogar Rettungsfahrzeuge, reagiert die Stadt daher auch schon mal humorlos. Noch direkter muss Mesenhöller reagieren.

Dirk Mesenhöller vom Baubetriebshof Halver beim Schneeräumen in drei Meter Höhe.

Dann fährt er in eine Straße gar nicht erst ein. Die bleibt dann zwar ungeräumt, doch das Risiko ist zu groß. Werden die Falschparker im Schnee des Räumschilds eingegraben, setzt es Beschwerden, ebenso natürlich, wenn der Wagen hinterher beschädigt ist. Vermeiden ließe sich das alles leicht. „Wir stellen die Schilder da doch nicht aus Spaß hin“, sagt Lau. „Wer die beachtet, hat schon gewonnen.“

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