Dudas wirbt in Awo-Kita „Wundertüte“ für Mehrheit

Der SPD-Landtagsabgeordnete Gordon Dudas (rechts) ließ sich von Erich Mürmann, Vorstandsvorsitzender des Awo-Unterbezirks Hagen/Märkischer Kreis (links) und der Leiterin der „Wundertüte“, Doris Teske, die Awo-Kita zeigen. ▪ Fraune

HALVER ▪ Die Kindertagesstätten in NRW sollen für den Ausbau der U 3-Betreuung mehr Geld erhalten. Dafür hat der SPD-Landtagsabgeordnete am Freitag in der Awo-Kita an der Weststraße geworben.

Da der rot-grünen Landesregierung im Landtag eine Stimme zur Mehrheit fehlt, setzt der heimische Sozialdemokrat auch auf die Überzeugungsarbeit von Erziehern, Eltern und weiteren Betroffenen. So soll der Weg bereitet werden, die im Nachtragshaushalt eingeplanten weiteren 150 Millionen Euro für die Kitas zur Verfügung stellen zu können. „Einige Einrichtungen sind in Vorleistung gegangen und bleiben sonst auf den Kosten sitzen“ – wie bei der „Wundertüte“ in Halver der Fall.

Als Grund dafür macht Dudas „handwerkliche Fehler“ der alten Landesregierung verantwortlich, die für den Ausbau der U 3-Betreuung 500 Millionen Euro bereit gestellt hatte. Statt nach einer Stichtagsregelung, mit der alle Anträge auf den Finanzzuschuss für den Ausbau hätten geprüft werden können, sei nach dem „Windhundprinzip“ verfahren worden, bemängelt der Sozialdemokrat. Dies hätte zur Folge, dass der Fördertopf jetzt leer ist und rund 1300 Einrichtungen auf weiteres Geld warten. Obwohl in Halver im Gegensatz zu Meerbusch keine Bauruine die Folge ist, warten Erich Mürmann, Vorstandsvorsitzender des Awo-Unterbezirks Hagen/Märkischer Kreis, und die weiteren Verantwortlichen auf das noch ausstehende Geld für die insgesamt im niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich anzusiedelnde Maßnahme.

Bei dem jetzt fertiggestellten Umbau müsste die „Wundertüte“  schon mit bürokratischem Aufwand kämpfen. So hätte beispielsweise der Ersatz einer Tür durch ein Fenster gar ein Brandschutzkonzept zur Folge. Noch hoffe er bei den Einzelheiten aber auf Kompromisse.

„Die Awo-Kita in Halver ist eine von elf Tagesstätten im südlichen Märkischen Kreis, die vom Nachtragshaushalt profitieren“, unterstreicht Dudas. Betroffene sollen sich per Mail oder Post an Oppositionspolitiker wenden, „um Druck auszuüben“.

Doch auch das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) hat das Mitglied im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend im Blick. „Wir werden das KiBiz reformieren.“ Anregungen sollen die Träger der Kitas, Erzieher und Elternvertreter auch in Lüdenscheid liefern, wo am 25. November im Kulturhaus mit SPD-Fachpolitikern diskutiert werden kann. ▪ Marco Fraune

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare