268 Teilnehmer

Drückjagd in zwölf Halveraner Revieren

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Halver - In insgesamt zwölf der 19 Reviere im Hegering Halver fand am Samstag eine revierübergreifende Drückjagd mit Schwerpunkt auf Schwarzwild statt.

Da nicht alle Reviere am abendlichen „Strecke legen“ auf Gut Voswinckel und dem anschließenden Schüsseltreiben teilnahmen, war die dort gelegte Strecke nicht repräsentativ für die gesamten Abschüsse an diesem Tag, wie Hegeringleiter Bernd Volkenrath klarstellte. 

„Viele haben ihr Wild, unter anderem auch aus hygienischen Gründen, bereits vorher in die Kühlung gebracht oder auch selbst ein ,Strecke legen’ im jeweiligen Revier durchgeführt“, sagte der Hegeringleiter. 

Von den insgesamt 268 Jagdteilnehmern kamen 148 zur Veranstaltung am Gut Voswinckel. Insgesamt, so Bernd Volkenrath, seien etwa zwölf Stück Schwarzwild, 14 Stück Rehwild sowie zwei Füchse und eine Nilgans erlegt worden. 

Vor und nach der Rede des Hegeringleiters wurde das Wild vom Bläsercorps des Hegeringes sowie Jagdhornbläsern aus den teilnehmenden Revieren verblasen. 

Bevor es ins Fuchsloch zum Schüsseltreiben mit dem Traditionsgericht Grünkohl und Mettwurst ging, erhielten noch einige der erfolgreichen Jäger von den Revierinhabern ihre Brüche, darunter Lisa Rüttger vom Revier Anschlag, die bei der Drückjagd ihr erstes Rehwild erlegt hatte. 

Einige Fakten zur Jagd am Samstag: 

Worum ging es bei dieser Jagd genau? 

Der Schwerpunkt lag auf dem Schwarzwild, sprich auf den Wildschweinen. „Die gefährliche Afrikanische Schweinepest ist bereits an der Grenze zu Tschechien angekommen“, erklärte Bernd Volkenrath im Rahmen der revierübergreifenden Jagd. „In Verbindung mit der hohen Population des Schwarzwildes besteht die Gefahr, dass diese Krankheit irgendwann auf die Hausschweine übergeht. Wenn die Krankheit in die Ställe kommt, wären umfangreiche Tötungen der Nutztiere notwendig, um eine Ausbreitung einzudämmen.“ 

Sind Schäden an landwirtschaftlichen Flächen immer noch ein Thema? 

Durchaus. Dies war nämlich der weitere Grund für die verstärkte Bejagung des Schwarzwildes. Ausdrücklich begrüßte Volkenrath dabei einige bereits auf den Weg gebrachte jagdfreundliche Regelungen der neuen NRW-Landesregierung. 

Welche Änderungen sieht die neue Landesregierung vor? 

Zum einen ist laut Bernd Volkenrath seit November die Jagd mit Schalldämpfer wieder erlaubt, ebenso die Jagd auf Füchse mit Hilfe von Kunstbauten, die die Tiere anlocken und den Hund bei der Fuchsbejagung schützen. Zum anderen werde die Trichinenuntersuchung bei Frischlingen unter 20 Kilogramm wieder finanziell gefördert. So sollen Anreize geschaffen werden, verstärkt Frischlinge zu schießen.

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