U3-Ausbau im „Juno“

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Petra Gelhart, Leiterin des DRK-Juno-Familienzentrums, im ehemaligen Multifunktionsraum, der zugunsten einer weiteren U3-Gruppe unterteilt wurde.

HALVER -  Von außen ist nur das vorgeschriebene Baustellenschild mit dem großen roten Punkt sichtbar. Wer im Inneren des DRK-Juno-Familienzentrums jedoch die richtigen Türen öffnet, traut seinen Augen kaum: Wo einst der große Multifunktionsraum für Eltern- oder Stillcafés und anderes genutzt wurde, herrscht reges Treiben. Die Kindertagesstätte macht sich fit für weitere U3-Kinder.

Damit der gesetzlich geforderte Anspruch auf einen Kindergartenplatz für unter Dreijährige erfüllt werden kann, musste in Halver einiges geschehen – das wusste offenbar das Jugendamt des Märkischen Kreises, auf dessen Wunsch hin die Erweiterung des Angebots größer ausfiel als zunächst geplant. „Eigentlich sollte es nur eine zusätzliche U3-Gruppe mit dem Typ 1 geben“, erinnert sich Einrichtungsleiterin Petra Gelhart. In solchen Gruppen befinden sich Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Doch das hätte den Bedarf nicht gedeckt – und so kam das Deutsche Rote Kreuz als Träger der Tagesstätte dem Wunsch des Jugendamtes nach, auch eine spezielle halbe Gruppe für die ganz jungen Besucher einzurichten: Ab Sommer werden an der Jugendheimstraße auch fünf Kinder betreut, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Dabei soll den Jüngsten der Kindergartenalltag so leicht und angenehm wie möglich gestaltet werden, so Gelhart. „Wir haben schon im Herbst einen extra Spielbereich auf der Außenanlage geschaffen und auch innen werden die Kinder einen geschützten Bereich haben, in dem sie sich behütet fühlen können.“ Der Kontakt zu den älteren Kita-Kindern sei dabei stets möglich. „Nach und nach können sich die Kleinen an die Größeren herantasten“, erklärt Petra Gelhart das Konzept des Juno-Familienzentrums.

Sie ist sicher: „Für die Kinder wird das sehr schön.“ Die Mitarbeiterinnen indes stellt der Ausbau des Angebots vor größere Herausforderungen: Der Multifunktionsraum musste weichen, ein Abstellraum fällt ebenfalls weg. Als Teambesprechungsraum dient ein für bis zu 20 Mitarbeiterinnen eigentlich zu kleines Büro. „Aber“, betont Petra Gelhart, „mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt. Wir müssen derzeit viel improvisieren, planen, uns abstimmen. Aber das klappt gut und keiner jammert.“ Am Ende soll Kindern und Eltern schließlich ein überzeugendes Konzept geboten werden, das aufgrund weiterer U3-Kinder außerdem wohl weitere Fachkräfte vorsieht. „Wir sind personell guter Dinge“, sagt Petra Gelhart, ohne bereits jetzt zu sehr ins Detail gehen zu können. An der Zahl der Kinder wird sich ab August an der Jugendheimstraße nur geringfügig etwas ändern: 115 statt bislang 114 Kinder werden dann das DRK-Juno-Familienzentrum besuchen. - Frank Zacharias

Für Mittwoch, 8. Mai, lädt das Juno-Familienzentrum ab 12.30 Uhr zum Weltrotkreuztag ein. Der Tag mit Infos und Angeboten wird gemeinsam mit dem DRK-Ortsverband gestaltet.

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