1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Halver

Corona in Halver: Testzentrum bleibt, zieht aber um

Erstellt:

Von: Florian Hesse

Kommentare

Einen 80-prozentigen Rückgang bei der Zahl der Tests, seit sie kostenpflichtig sind, verzeichnet das Deutsche Rote Kreuz.
Einen 80-prozentigen Rückgang bei der Zahl der Tests, seit sie kostenpflichtig sind, verzeichnet das Deutsche Rote Kreuz. © Florian Hesse

Das Corona-Testzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Halver an der Thomasstraße bleibt in Betrieb. Ins Auge gefasst hatte das DRK Halver eigentlich Dienstag, 30. November, als letzten Tag. Doch davon sei man abgerückt, sagt Rotkreuzleiter Werner Neuhoff auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers.

Halver - Am Standort im DRK-Gebäude geht es also weiter, allerdings nur bis zum Jahresende. Dann steht ein Umzug des Testzentrums an. „Es gibt verschiedene Aktionen. Wir sprechen gerade mit der Stadt über die Container an der Regenbogenschule“, sagt Neuhoff weiter. Grund für einen Umzug ist, dass das DRK-Hauptquartier mit seinen Räumen für die Schulung der eigenen Helfer benötigt werde. Das Buchungssystem bleibt erhalten, ebenso die Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst Pflegeleicht als Partner.

„Wir treffen unsere Entscheidungen tagtäglich“, kommentiert der Rotkreuzleiter die unübersichtliche Lage, was kommende 2G-Regelungen und die Rückkehr der kostenfreien Bürgertests angeht. Er persönlich vermute, dass sie wieder möglich gemacht würden angesichts enorm hoher Inzidenzzahlen.

24000 Tests abgenommen

Damit würde in Halver weiter eine wichtige Testmöglichkeit offenstehen, die seit der Eröffnung im März mit insgesamt mehr als 24 000 Tests gut frequentiert wurde. Zehn Positiv-Fälle wurden dabei herausgefiltert.

Seit dem 11. Oktober, als die Tests kostenpflichtig wurden, ist die Zahl der Nutzer aber dramatisch zurückgegangen. In jenem Monat waren es noch 1300 Tests, in den Monaten zuvor jeweils rund 3200, so seine Statistik. Die Menschen, die sich vorher regelmäßig hätten testen lassen und es nun nicht mehr täten, trügen das Risiko mit sich, unerkannt potenzielle Überträger in der Pandemie zu sein.

80-prozentiger Rückgang

Allein mit wenigen und kostenpflichtigen Tests den Betrieb aufrecht zu erhalten, könne das DRK hingegen nicht stemmen. Kreisweit spricht das DRK von einem rund 80-prozentigen Rückgang der Nutzerzahlen.

Dem gegenüber steht unabhängig von der Frequentierung der in etwa gleichbleibende Aufwand. Neuhoff spricht alleine für Halver von drei Mitarbeitern in Schichten, die sich die Arbeit beim Testen im Betrieb teilen. Er selbst zählt als Ehrenamtlicher nicht dazu und kümmert sich um Organisatorisches.

Konsequenzen in die andere Richtung haben die Teststellen des DRK in Valbert, Kierspe, Altena und Menden beschlossen. Sie stehen nach Auskunft des Kreisverbandes im Stand-by-Modus, um bei Bedarf wieder einzusteigen. Weiter machen aber die DRK-Ortsvereine in Halver, Lüdenscheid, Plettenberg, Hemer und Balve, die über Weiterbetrieb oder Schließung ihres Testzentrums eigenständig entscheiden.

Auch interessant

Kommentare