Ein Drittel der Halveraner wünscht sich Luftbilder

40 Prozent der Halveraner Grundstücksbesitzer entschieden sich bislang für die klassische Varianter der Selbstauskunft ihrer Flächen.

HALVER -  Details konnte Kai Hellmann am Freitag zwar noch nicht nennen, doch eine Tendenz lässt sich in Sachen Niederschlagswassergebühr schon erkennen: „Vermutlich wird sie gesenkt werden können“, sagte der Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung.

Am Montag endete die Frist zur Rücksendung der klassischen Erhebungsbögen, auf denen die Halveraner Grundstücksbesitzer ihre Flächen angeben mussten. Dabei galt das Prinzip der freiwilligen Selbstauskunft, dessen Wirksamkeit die Verwaltung zuletzt massiv angezweifelt hatte.

Sie bevorzugt die Versendung von Luftbild-Skizzen, auf denen die Flächen bereits weitestgehend klassifiziert und berechnet sind und die die Besitzer nur noch prüfen beziehungsweise anpassen müssen. Und doch entschieden sich nach Angaben Hellmanns bislang rund 40 Prozent der mehr als 2500 Halveraner Grundstücksbesitzer für die althergebrachte Variante.

Mit erstaunlichem Ergebnis: „Viele haben mehr Fläche angegeben als bislang“, so Hellmann. Und so lasse sich schon jetzt absehen, dass die Niederschlagswassergebühr gesenkt werden kann. Denn: Die Kosten der Stadt für das Kanalnetz sind, wie berichtet, fix. Die Lastenverteilung auf die einzelnen Bürger würde sich aber entsprechend der Flächenangaben ändern.

Insgesamt fehlten jedoch noch etwa 30 Prozent an Rückmeldungen, so Kai Hellmann. Eine neue Frist gebe es jedoch nicht. Wenngleich die Stadtverwaltung natürlich hofft, möglichst viele Bürger ohne Erinnerungsschreiben zum Ausfüllen und Rücksenden der Bögen gewinnen zu können. „Weiterhin möglich ist auch noch die Anforderung der Luftbilder“, betont Hellmann.

Von diesem Angebot hätten bislang weitere etwa 30 Prozent der Grundstücksbesitzer Gebrauch gemacht. Allerdings warten sie noch auf die Zusendung der Skizzen, da diese der Stadt noch nicht vorlägen. „Die beauftragte Firma übernimmt diese Aufgabe für zahlreiche weitere Städte. Durch die politischen Diskussionen kam es außerdem für Halver zu Verzögerungen“, erinnert Kai Hellmann an die Debatten der vergangenen Wochen und Monate, in denen es um die Legitimierung der Stadt ging, solche Luftbilder überhaupt für die Festsetzung der Gebühr zu nutzen.

Insgesamt müssen laut Hellmann mehr als 6000 Flurstücke und rund 3500 Grundstücke in Augenschein genommen werden.

Von Frank Zacharias

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