Fachmarktzentrum: Ansprüche der Mieter bleiben nach Insolvenz

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Das Bauunternehmen des Fachmarktzentrums verkündete vor etwa drei Wochen die Insolvenz.

Halver - Vor rund drei Wochen wurde die Insolvenz der Franzengroup verkündet. Das Bauunternehmen mit sechs bundesweit agierenden Gesellschaften ist auch für das Fachmarktzentrum (FMZ) in Halver zuständig. Die Insolvenz soll laut Eigentümer keine Auswirkungen auf die Kunden haben.

Das teilte  die  HIH Real Estate als Eigentümer nach mehrwöchiger Prüfung auf unsere Anfrage mit. 

„Aufgrund der Insolvenz tritt die Franzengroup sämtliche Gewährleistungsansprüche gegenüber den Unternehmern an den Eigentümer ab“, erklärt Lucas Wilbers, Junior Asset Manager der HIH auf Nachfrage unserer Zeitung. 

In der Praxis bedeute dies, dass für den Vermieter der Gewerbeflächen (HIH Real Estate) nun nicht mehr die Franzengroup der Ansprechpartner ist, sondern die jeweiligen Subunternehmer. Für die Mieter wiederum sei die HIH als Vermieter der erste Ansprechpartner – vor allem bei eventuellen Mängeln. 

Anfang August wurde vom Insolvenzverwalter und der Geschäftsführung der Franzengroup mitgeteilt, dass laufende Bauvorhaben trotz Insolvenzantrag fortgeführt werden. Das sei das „vorrangige Ziel“, sagte Insolvenzverwalter Jens Lieser. Darunter fielen Nachbesserungen wie ein Leck an der aufwändigen Löschwasserversorgung der Sprinkleranlage im Kaufland-Markt. Unklarheiten herrschten damals allerdings bei möglichen Gewährleistungsansprüchen. 

Inzwischen hat der Eigentümer sich dazu ebenfalls geäußert: „Die Gewährleistungsansprüche der Mieter bleiben erhalten.“ Die HIH Real Estate begründet die späte Rückmeldung auf die AA-Anfrage mit der „Prüfung der Auswirkungen und internen Klärung der weiteren Vorgehensweise“. Errichten lassen hatte das Fachmarktzentrum durch die Prokom GmbH aus Hamburg als Investor, nach der Fertigstellung veräußerte sie die Immobilie im Mai 2017 an die HIH Real Estate, die einen eigenen Fonds für Einzelhandelsobjekte aufgelegt hatte.

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