Drei Varianten für Ausbau des Langenscheids

Zahlreiche Anwohner waren zur Versammlung in den Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses gekommen. - Fotos: Ruthmann

Halver - „Der Langenscheid sollte nicht wie ein Verkehrsübungsplatz aussehen“, meinte Michael Schmidt, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen, als er die von Bürgermeister Dr. Bernd Eicker moderierte Anwohnerversammlung einleitete und die Vorstellung von drei Ausbauvarianten der Straße ankündigte.

Konkret erläuterte diese Bernd Patzke von der Ingenieur-Gesellschaft Patzke GmbH: Die Straße Langenscheid soll eine 6,5 Meter breite Fahrbahn mit jeweils zwei Meter breiten Gehwegen auf beiden Seiten sowie 15 Parkstände für Autos erhalten - das gilt für alle drei Varianten. Bei der ersten werde sich nicht viel an der Verkehrssituation ändern. Lediglich die Poller, mit denen das Linksabbiegen aus der Oststraße verhindert werden soll, wird durch eine andere Bauweise (L-Steine) erfolgen.

Bei Variante zwei bleibt es ebenfalls beim Rechtsabbiegeverbot vom Langenscheid in die Oststraße. Jedoch soll durch eine Abbindung in Höhe der Firma Neosid der Verkehr auf der Straße deutlich reduziert werden. Um jedoch Wende-Anlagen bauen zu können, müssen Bäume gefällt werden und ist ein Grunderwerb notwendig, was zu höheren Kosten führt.

Bei der dritten Variante wird die Kreuzung mit der Oststraße wieder komplett geöffnet, so dass das Industriegebiet über den Langenscheid an- und abgefahren werden kann. Der Vorschlag eines Anwohners, den Langenscheid zur Einbahnstraße zu machen, wurde ebenso im Protokoll aufgenommen, wie die Vorschläge, es bei Tempo 30 - um eine „Rennstrecke“ zu verhindern - und Lkw-Anliegerverkehr zu belassen. Zudem sollte man darüber nachdenken, Bodenwellen einzubauen.

Kritisiert wurde von den Anwohner das Fällen der Kastanien für die Wende-Anlagen und das Anlegen der Parkbuchten, was das Ausfahren von den Grundstücken sehr erschwere und Grunderwerbskosten verursache. Letztlich wurde natürlich auch über die Kosten dieser Maßnahme gesprochen, die geschätzt zwischen 1,354 Millionen (Variante 3) und 1,401 Millionen Euro (Variante 2) liegen.

Während bei der ersten und dritten Variante die Anwohner 40 Prozent der Kosten für die Fahrbahn zahlen müssen, sind es bei der zweiten 65 Prozent, erklärte Kämmerer Markus Tempelmann, dass es sich um einen sehr geringen Beitrag von 7 bis 8 Euro pro modifizierter Quadrameter Grundstücksfläche handele. Auch bei der zweiten Variante (8 bis knapp über 8 Euro) bleibe man deutlich unter dem Deckelungsbetrag der KAG-Satzung von 12 Euro.

Tempelmann erläuterte nicht nur die „modifizierte Grundstücksfläche“, sondern machte auch deutlich, dass es bei der Finanzierung „ohne die Anlieger nicht gehen wird“. Welche Ausbauvariante nun in Angriff genommen wird, darüber entscheiden die politischen Gremien - und denen wird das Protokoll der Versammlung dabei natürlich vorgelegt. - Von Det Ruthmann

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