Ausschussthema

Drei Standorte für Windkraft in Halver in Aussicht

Windkraft ist nach wie vor ein Thema in Halver.
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Windkraft ist nach wie vor ein Thema in Halver.

Die Windkraft ist nach wie vor Thema in Halver. Es sind drei mögliche Standorte für eine solche Anlage im Gespräch.

Halver – Kämmerer Markus Tempelmann, zuständig auch für die Bauleitplanung in Halver, sieht unverändert drei potenzielle Standorte für Windkraftanlagen als aussichtsreich an.

Am Mittwoch, 8. September, geht es um 17 Uhr im Ausschuss für Planung und Umwelt auch um die Umsetzung derartiger Anlagen. Tempelmanns Ziel ist dabei eine kommunale und damit auch eine Bürgerbeteiligung am Betrieb der Windräder.

Vorstellbar sind nach den Voruntersuchungen Standorte

  • bei Schwenke im Bereich des früheren Munitionsdepots
  • an der Landesstraße 284 Richtung Wipperfürth auf halber Höhe zwischen Anschlag und der Kreuzung zur Landesstraße 528 Richtung Kierspe
  • und östlich von Eickerhöh/Auf den Eicken.

Auf insgesamt acht Lageplänen wird in der Ausschussvorlage die aktuelle Rechtslage berücksichtigt mit einem Mindestabstand der Windräder von 1000 Metern zur Bebauung, soweit sie folgende Kriterien erfüllt: Sie muss geschützt sein

  • durch einen gültigen Bebauungsplan wie er für innerstädtische Bereiche oder größere Siedlungsbereiche festgeschrieben ist,
  • durch den Paragrafen 34 des Baugesetzbuches (im Zusammenhang bebaute Ortsteile)
  • oder eine Außenbereichssatzung nach Paragraf 35, Absatz 6, auch bekannt als Außenbereichssatzung.

In dem Entwurf, der am Mittwoch dem Fachausschuss vorliegt, sei zudem die aktuelle Rechtsprechung berücksichtigt, sagt Tempelmann im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. Das bedeutet konkret, dass auch Anwohner aus kleineren Siedlungseinheiten von fünf Häusern oder mehr gerichtlich darauf pochen können, dass die dreifache Höhe der Anlage, in der Regel um etwa 200 Meter, als Mindestabstand nicht unterschritten werden darf, das heißt, dass 600 Meter Abstand zur Bebauung gelten.

Regionale Investoren

Tempelmanns Ziel sei, eine solche Anlage mit regionalen Investoren zu betreiben, um den Erlös nicht nach auswärts abfließen zu lassen. Vorstellbar sei eine Rendite von jährlich 40 000 Euro oder darüber hinaus. Dies entspreche ungefähr den kommunalen Kosten für den Ausgleich des Trägeranteils an zwei Kindergartengruppen, rechnet Tempelmann beispielhaft vor.

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