Drei Schulen erhalten NRW-Gütesiegel

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Vertreter der Lindenhofschule, der Realschule und des Juno-Familienzentrums nahmen die Siegel entgegen. ▪

HALVER ▪ Global denken, lokal handeln: Klimaschutz, Gesundheit, natürliche Ressourcen und Naturschutz in den Fokus rücken, weg vom abstrakten Begriff, hin zum bewussteren Umgang mit diesen Themen. Zwölf Schulen aus dem Märkischen Kreis haben dieses Umdenken geschafft. Für ihre innovativen Projekte wurden sie in der Realschule mit dem Zertifikat des Landes Nordrhein-Westfalen „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet. Unter den Preisträgern waren auch zwei Halveraner Schulen sowie das Juno-Familienzentrum.

Mathe, Deutsch, Englisch – Wissen, das Schüler für einen guten Start ins Berufsleben unbedingt benötigen. Doch reines Fachwissen reicht längst nicht mehr aus. Das haben auch Lehrer und Politiker erkannt. „Vielmehr sollen Schulen junge Menschen auf ein Leben als aktive Bürger in einer globalen Welt vorbereiteten und ihnen Kompetenzen vermitteln, die für eine zukunftsfähige Gestaltung ihres Lebens erforderlich sind“, erklärte Ludwig Hecke, Staatssekretär für Schule und Weiterbildung NRW, im Rahmen der Ehrung. Genau hier setze auch die landesweite Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ an.

Experten sind begeistert

Wichtig war den Juroren vor allem, dass die Projekte lebensnah sind. Und genau das waren die Halveraner Aktionen:

Nistkästen, Kräutergärten, ein Staudenbeet und ein Schulgarten – der Schulhof sollte nicht nur ein Wohlfühlort für Schüler sein, vielmehr sei er ein Ort der Vielfalt und biete Pflanzen und Tieren einen idealen Lebensraum. In den vergangenen drei Jahren hat sich auf dem Pausengelände der Realschule einiges getan. „Durch die Aktionen wollen wir einen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Entwicklung der Biodiversität leisten“, heißt es in der Projektbegründung der Schüler. Aber damit nicht genug. Die Jugendlichen forschten zudem in Sachen Klimaschutz. Die Schüler analysierten etliche Einsparungspotenziale und entwickelten alternative Ideen. Die Jury war sich einig: Die Realschule hat das Gütesiegel verdient.

Aber auch die Arbeit der Lindenhofschule und des Juno-Familienzentrums wurde gelobt. Unter dem Motto „Gesund und fit“ schafften es die Einrichtungen mit gesunder Ernährung und viel Bewegung, die Lerneffekte zu verbessern. Entscheidend für die Auszeichnung war es, dass Lehrer, Erzieher, Eltern, vor allem aber die Kinder entscheidend in die Kampagne integriert wurden.

Schüler setzen ein Zeichen

Insgesamt beteiligten sich 1000 Schulen aus 52 Kreisen an der Kampagne. 418 bekommen in diesem Jahr das Gütesiegel verliehen. „Mit ihren gelungenen Projekten haben die Schüler in den vergangenen drei Jahren ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der Globalisierung praxisnah umgesetzt“, lobte Schulamtsdirektor Christoph Hermey. „Diese Bildung in Sachen nachhaltige Entwicklung bedeutet Zukunft aktiv zu gestalten“, betonte er in seiner Rede noch einmal das Ziel der Kampagne.

Dem konnte Staatssekretär Ludwig Hecke nur zustimmen: „Veränderung beginnt von unten. Die Politiker können ein Umdenken nicht erzwingen, es kommt aus der Gesellschaft.“ Entscheidend seien somit nicht die großen Worte, sondern viel mehr die Taten. Daher sei das Gütesiegel längst nicht das Ziel, sondern lediglich ein Teilerfolg.

Neben den drei Halveraner Einrichtungen bekamen zudem noch Schulen aus Lüdenscheid, Altena, Hemer, Iserlohn, Menden, Wermelskirchen und Sundern gestern das Gütesiegel verliehen. ▪ Lydia Machelett

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