Drei Pflasterstreifen in Asphaltdecke einbauen

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Christoph Stillger vom Fachbereich Wohnen und Bauen erklärte den Mitgliedern des Bauausschusses vor Ort, warum das Pflaster der Hermann-Köhler-Straße durch eine Asphaltschicht ersetzt werden soll.

HALVER ▪ „Der Bauausschuss ist zu spät eingeschaltet worden“, brachte Andreas Wolter (CDU) auf den Punkt, warum die CDU-Fraktion die Sondersitzung des Gremiums beantragt hatte, in der es ausschließlich um die Frage ging, ob die Hermann-Köhler-Straße auch in Zukunft gepflastert sein wird oder ob die Fahrbahn nach der Verlegung von Gasleitungen durch die RWE eine Asphaltdecke erhalten wird.

Doch trotz engagierter Diskussion schon bei der Ortsbesichtung – im Ratssaal wurde den Anliegern ebenfalls Gelegenheit gegeben mitzureden – sah der Bauausschuss eigentlich keine Möglichkeit, wesentliche Änderungen durchführen zu lassen. Denn für eine Asphaltdecke spricht, dass Stadt wie auch Anlieger bis zu 30 Jahren Ruhe haben, keine weiteren Kosten zu erwarten sind.

Vorausgesetzt, es kommt in den nächsten Jahren nicht zu Aufbrüchen der Straße. Dagegen würde bei einer Pflasterverlegung nur die halbe Fahrbahn – der Raum wird für die Gasleitungsverlegung benötigt – wieder aufgepflastert. Mit einer besseren Verdichtung im Unterbau, so dass es zur anderen unberührten Fahrbahnhälfte zu „Verdrückungen“ komme, wie es Christoph Stillger vom Bau-Fachbereich ausdrückte. Die Folge seien Schäden. „Wir verlagern das Problem nur fünf bis acht Jahre“, betonte der Verwaltungsmitarbeiter.

Da halfen auch Aussagen wie „Die Asphaltstraßen in Halver sehen schlechter aus als die gepflasterten“ oder „Eine Schwarzdecke ist nicht gerade das Prickelnde“ nicht weiter. Auch Martin Kastners (SPD) Vorschlag, wieder zu pflastern und für die maroden Steine – gleichen Ersatz würde es nicht geben – die von den Parkflächen zu nehmen und dort dann zu asphaltieren, erwies sich als nicht praktikabel.

Da die Mitglieder des Bauausschusses keinen „goldenen Mittelweg“ sahen, entschlossen sie sich letztlich einstimmig, dem Vorschlag von Werner Fuchs (SPD) zu folgen: Danach soll mit RWE nachverhandelt werden, dass in die künftige Asphaltdecke – dafür hatte sich Bürgermeister Dr. Bernd Eicker ausgesprochen, weil es „eine Lösung ist, die uns hilft“ – drei fünf Meter breite Pflasterstreifen, wie sie aktuell teils bereits bestehen, eingebaut werden. Dadurch erreiche man zumindest eine optische Verkehrsberuhigung. ▪ Det Ruthmann

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