Stadt sucht Paten für Spielplätze und Grünflächen

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Der Spielplatz an der Südstraße dürfte keine Zukunft haben, so das Votum im Fachausschuss.

Halver - Sollte sich keine Unterstützung aus nachbarschaftlicher Initiative finden, stehen vier städtische Spielplätze vor der Schließung. Finden sich bis zum Frühjahr keine Paten, ist es Ziel, die Grundstücke möglichst zu verkaufen.

Keine Sorgen machen müssen sich die Anwohner am Höveler Weg und in der Steinbach. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen sprach sich am Dienstag nach intensiver Debatte dafür aus, diese Anlagen zu erhalten. Bürgermeister Michael Brosch sagte für beide Plätze zu, dass sich die Stadt auch weiterhin kümmern werde. 

Für beide Plätze hatten sich Politik und auch Anwohner starkgemacht, die in die Sitzung gekommen waren. In der Steinbach gibt es keine Alternativen zu diesem öffentlichen Platz, so der Tenor. Besonders die Anlage am Höveler Weg hält man als Ort der Begegnung für unverzichtbar. 

Vier Plätzen droht das Aus 

Das nahe Aus droht aber vier anderen Plätzen. Sie sind nach Einschätzung der Stadt zu wenig genutzt. Vielfach gebe es in der Nähe auch Alternativen. Sollten sich für sie keine Paten finden, die die Flächen in ihre Regie übernehmen und als Park- oder Wiesenfläche für die Öffentlichkeit nutzbar erhalten, würde sich die Stadt von ihnen trennen. 

Dabei geht es um den Spielplatz am Sperlingweg, den Spielplatz am Burgweg, den Spielplatz an der Südstraße und  den Spielplatz zwischen Mühlengrund und Talstraße. Im letzteren Fall geht es dabei weniger um die geringe Nutzung, sondern um versicherungsrechtliche Belange. 

Die Anlage wurde gebaut ohne Zufahrtsmöglichkeit, das heißt, dass auch ein Rettungswagen das Gelände über den steilen Fußweg gar nicht erreichen könnte. Auch für den Platz an der Südstraße fanden sich keine Fürsprecher – im Gegenteil: Eine Besucherin der Sitzung bekundete ihr Kaufinteresse, was im Ergebnis dazu führte, dass Kämmerer Markus Tempelmann bereits das Gespräch mit ihr suchte, während der Ausschuss sich noch in der Entscheidungsfindung über die Zukunft des Platzes befand. 

Der Spielplatz am Höveler Weg hat eine starke Lobby. Die Nachbarschaft will nicht auf ihn verzichten. Und auch in der Steinbach soll die Anlage erhalten bleiben. Vier andere Plätze aber stehen zur Disposition.

Die grundsätzliche Diskussion hatte dabei im Vorfeld stattgefunden. Ein Arbeitskreis Spielplätze hatte sich zur Aufgabe gemacht, zu prüfen, welche der insgesamt 26 städtischen Spielplätze unter Umständen verzichtbar seien. Denn alle Anlagen müssen letztlich vom Baubetriebshof gepflegt und geprüft werden. Neben den Kostenaspekten spielt eine Rolle, dass im kommenden Jahr der zentrale Spielplatz am Rathaus in Betrieb gehen wird.

Für innenstadtnahe andere Plätze dürfte er eine interessante Alternative bieten. Die klassische Ausstattung mit „Rutsche, Sandkasten, Wackeltier“ der vorhandenen Anlagen sei eher mäßig interessant. Das zentralere Konzept biete hingegen Gelegenheit zur Begegnung für junge Familien, wie das Beispiel anderer Städte zeige, stellte Brosch fest. 

Vereinbarung auf Absprache 

Wie eine Patenschaft für die Flächen aussehen könnte, die die Stadt nicht mehr in eigener Regie betreiben möchte, ist nicht konkret ausformuliert. Die Baptistengemeinde in Oberbrügge hat eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt Halver bereits getroffen und kümmert sich um den Betrieb des eigentlich städtischen Spielplatzes. Ähnlich ist das nach Einschätzung Broschs durchaus auch für die vier weiteren Flächen. Erster Ansprechpartner bei der Stadt wäre danach der Baubetriebshof und dessen Leiter, Klaus Ostermann.

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