Betreuen und fördern – Arbeit an der Basis

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Rania Chahine, Monika Schlachtenrodt und Bianka Schomann von der Flüchtlingshilfe Halver.

Halver - Die Mitglieder der Flüchtlingshilfe begleiten Flüchtlinge bei Behördengängen, Arztbesuchen und leiten Deutschkurse. Und auch für die Jüngsten ist gesorgt.

Die Gruppenleiterinnen Bianka Schomann, Monika Schlachtenrodt und Rania Chahine sowie weitere freiwillige Helferinnen kümmern sich ehrenamtlich um die Kinder.

Neben der wöchentlichen Betreuung sorgen sie für Abwechslung durch zusätzliche Aktivitäten. „Zusatzangebote waren zum Beispiel das Ponyreiten beim RV Halver, der Theaterbesuch im Anne-Frank-Gymnasium und der Besuch des Weihnachtsmarkts zusammen mit den Familien der Kinder, sowie ein Besuch im Streichelzoo Mesekendahl“, sagt Bianka Schomann.

Schlachtenrodt sind verantwortlich für die Kinderstunde, die jeden Donnerstag im Gemeinschaftsraum der Flüchtlingsunterkunft am Bahnweg stattfindet. „Wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben, bei dem was sie tun. Wir versuchen natürlich, den Spaß mit Lernspielen zu verbinden“, sagt Rania Chahine, die mit ihrem Mann und ihren drei Kindern – zwei davon nehmen an der Kinderstunde teil – seit Januar in Deutschland lebt. Beim Angebot am Donnerstag von 16.30 bis 17.30 Uhr kümmern sich die Frauen um zirka 20 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren.

Malen, Basteln und andere kreative sowie spielerische Elemente stehen dann auf dem Tagesprogramm. Doch das ist noch nicht alles. Die Planung und Umsetzung von besagten Zusatzangeboten gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Trios. Sie knüpfen und halten Kontakte zu anderen Einrichtungen in Halver, die Angebote für Flüchtlinge anbieten. So zum Beispiel das Jugendzentrum oder Sportvereine. Zudem begleiten sie die Familien der Kinder bei Einschulungen, Elternsprechtagen und der nachschulischen Betreuung. Entlastet werden Chahine, Schlachtenrodt und Schomann, seitdem für die Grundschulkinder ein Ganztagsangebot bis 16 Uhr gewährleistet ist. „Das ist wichtig. Denn dort lernen sie den Umgang mit anderen Kindern“, sagt Schomann, die sich seit März 2015 engagiert.

Davor habe es in Sachen Kinderbetreuung auch „schwierige Zeiten“ gegeben. „Die Kinder waren überhaupt nicht ausgelastet. Da haben wir schnell festgestellt, dass wir sie besser zu anderen Kindern bringen und sie draußen spielen lassen, statt sie drinnen in geschlossenen Räumen zu betreuen“, sagt Schomann.

Ihre Motivation hinter dem Engagement: „Uns geht es so gut, da möchte ich einfach etwas zurückgeben.“

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