„Dominion“: In Essen gegen die Besten

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Beim „Dominion“-Spielen ist Philipp Kunigk (hier mit Mutter Stefanie) in seinem Element: In Herne (siehe eingeklinktes Bild) qualifizierte er sich für die Deutschen Meisterschaften in diesem Kartenspiel. ▪

HALVER ▪ Dass sein Ausflug nach Herne solche Folgen haben würde, damit hätte Philipp Kunigk wohl selbst nicht gerechnet: Aus einer Laune heraus fuhr er Ende Mai zum „Spiele-Wahnsinn“ in Herne, nahm dort an den Vorausscheidungen zu den Deutschen Meisterschaft im Kartenspiel „Dominion“ teil – und qualifizierte sich für die nationalen Titelkämpfe.

Nun wird der 15-jährige Halveraner im Oktober auf der Messe „Spiel“ in Essen gegen die besten „Dominion“-Spieler des Landes antreten. Das einstige „Spiel des Jahres“ hat es dem jungen Halveraner seit eineinhalb Jahren angetan. Dabei kann „Dominion“ durchaus komplex sein – das merkten Kunigk, seine Eltern und sein Bruder Niklas schnell, als das Spiel Weihnachten 2009 auf dem Gabentisch lag. „Die Bedienungsanleitung alleine hat uns nicht geholfen“, sagt Philipp – der aber zum Glück jemanden kennt, der sich mit Gesellschaftsspielen besser auskennt: Andrea Reich. Die bekennende Brettspielerin, die regelmäßig an den Deutschen Team-Meisterschaften teilnimmt (wir berichteten), wies Philipp und seine Familie in die Details von „Dominion“ ein. Welche Karten sich zum „Kauf“ lohnen, welche Strategie den größten Erfolg verspricht, und, und, und…

Andrea Reich, zugleich Patentante von Philipps Bruder Niklas, war es auch, die den 15-Jährigen für die DM-Vor-ausscheidung in Herne begeistern konnte. Mit Erfolg. Der 15-jährige Halveraner wurde beim Qualifikationsturnier Zweiter und darf im Oktober um den Titel des Deutschen „Dominion“-Meisters spielen. Dass er sich darauf freut, versteht sich von selbst. Denn: „Seitdem ich es kann, macht es richtig viel Spaß“, sagt Philipp, der mittlerweile – natürlich – sämtliche Erweiterungssätze von „Dominion“ sein eigen nennt. In denen sind weitere Spielkarten enthalten und damit weitere Aktionen, die die Mitspieler vernichtend schlagen oder „Angriffe“ abwehren können. Denn bei „Dominion“ gilt es, durch klugen Einsatz seine „Ländereien“ zu erweitern. Im Spiel ist nämlich jeder Teilnehmer ein Monarch, der ein Imperium aufbauen will, sein „Dominion“. Und wer weiß: Vielleicht trägt Philipp Kunigks „Dominion“ bald den Titel „Deutschland“ – nämlich dann, wenn er sich in Essen die Meisterschaft sichern kann. ▪ Frank Zacharias

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