Registrierung für Mitarbeiter

DKMS-Aktion als Abschlussprüfung - Auszubildende aus Halver hat genauen Plan - Firma macht mit

„Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“
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„Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“ Diesen Slogan hat fast jeder schonmal gehört. Nina Niederwipper nutzt ihn für ihre Abschlussarbeit

Wenn man die Gelegenheit hat, helfen zu können, dann sollte man das auch tun.“ Das sagt Nina Niederwipper nicht nur so, sie macht auch Nägel mit Köpfen und führt im Rahmen ihrer Abschlussprüfung eine DKMS-Registrierungsaktion durch.

Halver – Die angehende Industriekauffrau machte sich auf den Weg in die Chefetage ihres Ausbildungsbetriebs und präsentierte ihren Plan: „Ich wollte mich im Rahmen meiner Abschlussprüfung sozial engagieren und eine Unternehmens-Registrierungsaktion für die Knochenmarkspenderdatei (DKMS) durchführen.“ Die Turck-duotec-Geschäftsleitung ließ sich schnell von Niederwippers Begeisterung anstecken und gab ihr grünes Licht für die Umsetzung.

Die Auszubildende ist selbst seit Längerem in der Datei registriert und hat sich im Vorfeld gründlich informiert, um auch alle Fragen beantworten zu können. Mit Präsentationen in der Halveraner Firma und via Skype mit der Zweigstelle im sächsischen Beierfeld versuchte sie, möglichst viele Mitarbeiter zum Mitmachen zu überzeugen. „Ich war glücklich zu sehen, wie viele bereit sind, anderen Menschen zu helfen“, freut Niederwipper sich über die positive Resonanz der Belegschaft. „Es war für mich auch unerwartet, dass bereits 30 Prozent der Mitarbeiter bei der DKMS registriert sind.“ Elf weitere Kollegen konnte sie noch zum Mitmachen überreden. Das sind noch einmal 16 Prozent der Angestellten.

Nina Niederwipper hat ihre Arbeitskollegen überredet, sich registrieren zu lassen.

Nina Niederwipper musste die Erfahrung machen, dass die größte Hürde auf dem Weg zur Registrierung die Vorurteile sind: „Es gibt immer noch das Klischee, dass es bei einer Spende eine große OP gibt und alles sehr schmerzhaft abläuft. Dabei ist es bei 80 Prozent der Spender mit einer Blutentnahme getan. Lediglich bei 20 Prozent muss wirklich operiert werden.“ Dabei seien nur zwei kleine Schnitte im Beckenbereich nötig. Die Schmerzen seien mit einem Muskelkater vergleichbar. Ob der Spender mit einer Operation einverstanden ist oder nur sein Blut abgeben möchte, dürfe er selbst entscheiden.

Erster Schritt: Speichel abgeben

In coronafreien Zeiten werden Testsets mit jeweils drei langen Wattestäbchen und einem Rücksendeumschlag in die Firma geschickt. Momentan landet alles bei den Spendewilligen im Briefkasten. Die mit Speichel getränkten Stäbchen werden zurückgesendet und auf passende Werte untersucht. Sollte es einen Treffer geben, folgt ein Blutentnahmeset per Post. Die Blutabnahme sollte der Hausarzt übernehmen. „Dass dabei ein biologischer Zwilling von einem Patienten gefunden wird, ist selten. Deshalb sollten sich auch möglichst viele in der Datei registrieren lassen“, erklärt Nina.

Gerade jetzt sei es wichtig, sich dafür zu entscheiden, weiß sie. „Alle 15 Minuten erhält jemand die Diagnose Blutkrebs. Eine Stammzellenspende ist hier die einzige Chance auf Rettung. Während der Corona-Pandemie gibt es 60 Prozent weniger Registrierungen.“ Ihr Appell richtet sich an alle Privatpersonen, besonders aber an Firmen, Vereine und Schulen: „Man sollte immer daran denken, dass es einen selber treffen kann. Dabei ist es so einfach dazu beizutragen, jemandem das Leben zu retten.“ Wer spenden möchte, findet weitere Infos unter www.dkms.de.

Im vergangenen Jahr gab es eine große Suche in Halver und Umgebung nach einem Stammzellenspender für den kleinen Leonard,

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