Rat gibt grünes Licht für Gewerbegebiet

- Foto: Archiv

HALVER - Eine Streuobstwiese soll gepflanzt werden. Und die östliche Grenze verschiebt sich. Dieser Kompromiss macht den Weg frei fürs Gewerbegebiet „Susannenhöhe“. Der Rat stimmte am Montagabend, bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung, für den Bebauungsplan.

Doch bevor diese Entscheidung fiel, diskutierten Politiker und Verwaltung mehr als eine Stunde lang. Und zwar nichtöffentlich. Die Ratssitzung sollte kurz unterbrochen und so der Punkt „Grundstücksangelegenheiten“ nichtöffentlich besprochen werden. Dass das länger dauerte als gedacht, zeigt, dass es offensichtlich reichlich Gesprächsbedarf gab. Immerhin drohte der Stadt eine Klage des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Und die Lösung sieht nun so aus: „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass durch Dritte eine Streuobstwiese gepflanzt wird“, sagte Franz Helmut Engel, Leiter des Fachbereichs „Bauen und Wohnen“. Darauf habe sich die Stadt mit Vertretern des BUND und der Heesfelder Mühle geeinigt. Diese Wiese soll als „Pufferzone“ dienen und dafür sorgen dass die Population bestimmter Vogelarten steigt und deren Brutverhalten zunimmt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verschiebung der östlichen Grenze. Die war vor sieben Jahren wegen eines Missverständnisses falsch gezogen worden (wir berichteten). Im öffentlichen Teil der Ratssitzung bezogen die einzelnen Fraktionen schließlich nochmal Stellung zum nun gefundenen Kompromiss. „Wir begrüßen die gefundene Lösung genauso wie die Ansiedlung der Firma Markes“, sagte Michael Brosch (SPD). Einige Irritationen hätten nicht sein müssen und so werde wohl ein fader Beigeschmack bleiben.

Das sah auch Karl-Friedrich Osenberg (Grüne) so: „Es wäre wohl schmerzfreier gewesen, hätte man sich an die Abmachungen gehalten.“ Trotz Grenzverlegung könne seine Fraktion nicht komplett dafür stimmen. Und auch Werner Lemmert (UWG) betonte nochmals: „Wir haben durch den Kompromiss erreicht, was bereits im Jahr 2007 von uns so gewollt war.“ Das Ganze münde nun in Nachhaltigkeit und das sei ja das, was sich alle für die Zukunft wünschten. - Von Lisa-Marie Weber

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