Uneinigkeit über Park

Diskussionen um Park: Stadt hofft auf Fördergelder

Hohenzollernpark
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Der Hohenzollernpark soll zur Attraktivität des Stadtbilds beitragen.

Die Sanierung des Hohenzollernparks in Halver wird teurer als zunächst angenommen.

Halver – Die Kosten für die Instandsetzung der innerstädtischen Grünanlage an der Von-Vincke-Straße wurden bei der Vorstellung von Bauamtschef Michael Schmidt im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vor zwei Wochen auf 120 000 Euro beziffert. In der Ratssitzung am Montag erklärte Schmidt, dass die Kosten auf 220 000 Euro anwachsen, sollte das Projekt in die Tat umgesetzt werden.

Diese Modifizierung sei nötig, da das Beleuchtungskonzept des Parks nochmals überdacht wurde. Zudem sollen zwei Insektenhotels installiert und an den Bäumen Hinweisschilder angebracht werden, auf denen den Spaziergängern der ökologische Nutzen der Bäume sowie die Baumart erklärt und näher gebracht wird, erläuterte Schmidt. Diese zeigen die Bedeutung der Bäume für das kleinstädtische Klima auf.

Der Zugang zum Park ist nach der Sanierung von allen Seiten barrierefrei möglich. Die heruntergekommene Stufenanlage im Park selbst entfällt. Die Randsteine sollen mit einer Natursteinfassung angelegt werden.

Der Bauamtschef sieht durch die höheren Ausgaben verbesserte Chancen auf eine 100-Prozent-Förderung durch das NRW-Förderprojekt „Grüne Infrastruktur“, das erst Ende September im Rahmen des Konjunkturprogramms vorgestellt wurde und fünf Millionen Euro zur Verfügung stellt. „Wir haben ein Paket geschnürt, um die Chance der Förderung zu nutzen“, zeigte sich Schmidt optimistisch.

Da der Förderantrag bereits bis Mittwoch, 14. Oktober, eingereicht werden muss, war im Rat eine schnelle Entscheidung vonnöten. Bürgermeister Brosch sprach sich dabei klar für die Baumaßnahme und die Beantragung der Fördermittel aus. „Genau gegenüber des Hohenzollernparks entstehen durch die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle 30 Seniorenwohnungen. Ich sehe einen Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme, da wir durch die Qualifizierung des Parks eine wesentlich attraktivere Umgebung für die Senioren schaffen.“

Angeregte Diskussionen im Park

Im Rat wurde im Anschluss an die Vorstellung angeregt diskutiert.

Monika Ebbinghaus (CDU) wollte eine genaue Kostenaufstellung haben, ebenso wie Andreas Hesse (CDU). Laut Aussage Schmidts liegen die Mehrausgaben in erster Linie bei den Nebenkosten und der anfallenden Mehrarbeit sowie der Wegeeinfassung, die insgesamt 15 000 Euro betragen würde.

Werner Lemmert (UWG) zeigte sich angetan von der Park-Sanierung, aber erinnerte auch daran, dass dadurch die Pflege für den Park eine wesentlich höhere sei. „Die schönen Projekte bedeuten Pflege. Dafür muss Geld bereit gestellt werden, oder wir müssen den Baubetriebshof so aufstellen, dass er es leisten kann.“

Der Auffassung Werner Lemmerts schloss sich Martin Halbrügge (Grüne) an: „Es wird darauf hinauslaufen, dass mehr Personal zur Verfügung gestellt werden muss.“

Der Rat stimmte dem Beschlussvorschlag der baulichen Umsetzung einstimmig zu – und hofft gleichzeitig darauf, die Fördergelder zu erhalten, um nicht auf die Finanzmittel des Haushalts zurückzugreifen.

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