Klage: TuS Halver muss Hauptversammlung wiederholen

Die Jahnhalle des TuS Halver ist mittlerweile Geschichte. Dieter Hoffmann will die Einnahmen aus dem Geländeverkauf gut verwaltet wissen. - Archivfoto

HALVER - Es wird wohl die ungewöhnlichste Sitzung in der Geschichte des TuS Halver sein: Die Jahreshauptversammlung 2013, bei der eigentlich schon im April die Vorstandsmitglieder um Georg Bischofs in den Ämtern bestätigt wurden, muss am Mittwoch, 11. Dezember, wiederholt werden (19 Uhr, Kulturbahnhof).

Anke Altenkirch, Geschäftsführerin des TuS, erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass sämtliche 480 Mitglieder schriftlich über die neue Versammlung informiert worden seien – ob sie stattfindet, wird sich aller Voraussicht nach allerdings erst im Laufe des heutigen Tages klären. Denn: Gegen die Rechtmäßigkeit will eben jenes Mitglied eine einstweilige Verfügung erwirken, das auch schon die Wiederholung der JHV eingeklagt hat: TuS-Mitglied und Unternehmer Dieter Hoffmann.

Gegenüber unserer Zeitung erklärte Hoffmann, dass er die diesjährige Versammlung für nicht satzungskonform hält und daher gegen die dort gefassten Beschlüsse geklagt hat. „Dieser Verein wurde jahrelang nach Gutsherrenart geführt. So hat man etwa die 1979 geltende Satzung einfach nicht beachtet“, sagte Dieter Hoffmann. In der Satzung sei eine Delegierten- und keine Mitgliedervollversammlung als Jahreshauptversammlung vorgesehen. „So lange keiner aufsteht und das bemängelt, ist das ja gut.“ Doch Hoffmann stand nun auf, reichte Klage ein – und hatte damit Erfolg. Aus seinem Motiv macht er dabei keinen Hehl: „Es geht ums Geld: Es gilt nach dem Verkauf der Jahnhalle, 250 000 Euro zu verwalten und dieses Geld nicht den Zufällen einer Gruppe zu überlassen.“ Und so bestätigte Dieter Hoffmann auch, dass sich jene Mitglieder, die sich bereits im April (ohne Erfolg) zur Wahl stellten, am Mittwoch erneut antreten werden. Wie damals berichtet, scheiterte Michael Jürgensmeier mit seiner Kandidatur für das Amt des ersten Vorsitzenden in einer Kampfabstimmung gegen Georg Bischofs. Auch Vollmachten, durch die einzelne Anwesende für abwesende andere Mitglieder abstimmen konnten, gerieten anschließend ins Visier des Klägers, wie Geschäftsführerin Anke Altenkirch erläuterte. Sie ist mit dem andauernden Streit um die Macht beim TuS alles andere als glücklich. „Für uns sollte es doch vor allem gelten, genug Übungsleiter und Hallenzeiten zu haben.“ Der laufende Betrieb des Vereins habe Vorrang vor Satzungsfragen – die auf der neuerlichen Sitzung sicherlich diskutiert und möglicherweise geklärt werden. Vorarbeit dazu habe die Vereinsführung geleistet: „Wir haben in der vergangenen Woche in den Abteilungen Delegierte wählen lassen“, so Altenkirch. - zach

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