Kampf gegen Corona

Diese Seniorin aus Halver bekommt ihre erste Impfung - wir waren dabei 

Geimpft: Annalena Kibbert kommt mit ihrem Sohn Armin gerade aus dem Impfzentrum, der Schützenhall Löh in Lüdenscheid, heraus. Nach rund 45 Minuten ist sie fertig.
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Geimpft: Annalena Kibbert kommt mit ihrem Sohn Armin gerade aus dem Impfzentrum, der Schützenhall Löh in Lüdenscheid, heraus. Nach rund 45 Minuten ist sie fertig.

Ein aufregender Tag für eine 84-jährige Halveranerin. Sie macht sich mit ihrem Sohn auf den Weg zur Impfung in die Historische Schützenhalle Löh in Lüdenscheid - und wir waren dabei.

Halver/Lüdenscheid – Es ist bitterkalt, aber die Sonne scheint am Freitagnachmittag. Der Impftermin von Annalena Kibbert steht bevor. Um 15.15 Uhr ist sie dran, um 14.15 Uhr steht das Auto ihres Sohnes Armin Kibbert bereits vor dem Wohnhaus am Tannenweg. Knapp 15 Kilometer und 20 Minuten Autofahrt trennen die 84-Jährige noch von der ersten Impfung gegen das Coronavirus.

Ab der Grenze zu Lüdenscheid weisen Schilder den Weg zum Impfzentrum in der Historischen Schützenhalle Löh. Armin Kibbert parkt mit seinem Auto unmittelbar vor dem Eingang und lässt seine Eltern aussteigen. Auch Annalena Kibberts Mann hat 15 Minuten vor ihr einen Termin. Ein paar wenige Personen warten bereits in dem Zelt, das vor dem Haupteingang aufgestellt wurde und den Einlass in die Halle regelt. Personalausweis und Krankenkassenkarte soll man bereit halten, und dann geht es recht schnell.

Los geht die Autofahrt zum Impfzentrum.

Die Kibberts sind viel zu früh, rund eine halbe Stunde. Annalena Kibbert muss draußen noch etwas warten und genießt die Sonne an diesem Tag. Aufgeregt? Nein, ist sie nicht. „Das ist eine historische Impfung“, sagt die Halveranerin und ist entspannt, macht Witze wie immer. Immer wieder kommen Personen vorbei – teilweise alleine, teilweise mit Begleitung ihres Partners oder auch Kindern. Annalena Kibbert geht ins Zelt, die Presse bleibt draußen.

Warten vor dem Impfzentrum

Es ist eine ruhige Atmosphäre vorm Impfzentrum. Die Sonne scheint und wärmt jeden, der auf seine Angehörigen wartet. Manche sitzen im Auto, andere stehen in der Nähe und gehen eine Runde spazieren. Wer nicht weit voneinander steht, unterhält sich. Eine Lüdenscheiderin (86) kommt vorbei und erzählt, wie sie hier einst als junges Mädchen auf die Kirmes ging. „Hier stand eine Achterbahn“, erzählt sie. 50 Pfennig eine Fahrt.

Strahlender Sonnenschein an dem historischen Tag.

Jetzt dient die Schützenhalle als Impfzentrum. Das Leben geht so schnell um, erzählt sie. „Machen Sie sich ihr Leben schön, die Tage kommen nie wieder.“ Vor dem Impfzentrum entsteht ein kleiner Treffpunkt von Menschen, die auf Abstand über die ersehnte Normalität sprechen – und sie hoffen, mit der Impfung bald wieder eine zu erhalten. Langsamen Schrittes kommen immer wieder Menschen zum Termin. Mit Gehhilfen, Stöcken oder im Arm der Lieben. Einige wenige sind auch noch recht fit mit über 80. „Herzlich Willkommen“, heißt es von dem Sicherheitspersonal im Zelt sehr freundlich. Sie helfen, wenn jemand einen Rollstuhl braucht. Erklären mehrmals ruhig, wie es ab diesem Punkt weitergeht. Aus dem Seitenausgang kommen nach und nach Menschen. Nach rund einer Dreiviertelstunde auch Annalena Kibbert.

Im Impfzentrum:

Und? „War super, mach ich gleich noch mal“, sagt sie und lacht. Der Pieks ging in den linken Arm. „Jetzt bin ich schon froh, muss ich sagen.“ Auch ihr Sohn ist erleichtert, dass seine Eltern die erste Impfung hinter sich haben. Im Zentrum war es organisiert und ruhig, erzählt die Seniorin. Nach einem Arztgespräch und Ausfüllen einiger Papiere ging es schnell weiter. Einen Stau hat es an diesem Tag nicht gegeben. Alle waren sehr freundlich und „hatten sogar Humor“, sagt die 84-Jährige.

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