Am Alten Markt

„Die Stadt lebt wieder“: Eisdielen mit To-go-Angebot

Sandra Gkelos vom Eiscafé Sole freut sich über die vielen Menschen, die bei dem schönen Wetter wieder durch die Stadt laufen und ein Eis kaufen.
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Sandra Gkelos vom Eiscafé Sole freut sich über die vielen Menschen, die bei dem schönen Wetter wieder durch die Stadt laufen und ein Eis kaufen.

Es ist eine süße Normalität. Und gut für die Seele. Die Eisdielen der Stadt haben wieder geöffnet. 

Das Eiscafé Sole seit Sonntag, Riviera seit Mittwoch. Und bei beiden läuft es richtig gut, wie sie uns erzählen. Aber: Die Sorge bleibt.

Hinter ihnen liegt ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Fünf Tage nach der Eröffnung 2020 hieß es für die Eisverkäufer: schließen. Der erste Lockdown stand an. Für den Sommer wurden Hygienekonzepte erarbeitet und Kunden durften wiederkommen. Aber auch die Eisdielen, die bis Ende November geöffnet haben und die Kundschaft dann im Café mit warmen Getränken und Waffeln bewirten, mussten eher schließen als es für die Saison geplant war. „Wir mussten so viel Eis wegschmeißen“, sagt Constantinos Gkelos vom Eiscafé Sole.

Sorte: Einhorn. Die gibt es im Eiscafé Riviera, oder einfach bei Carla, wie man in Halver sagt. Carla Bernardes hält eine große Auswahl bereit.

Der 31-Jährige kreiert in seinem Eislabor, wie er es nennt, neue Eissorten. Der Optimismus ist da, sagt er. Am Sonntag standen die Kunden vor der Eisdiele Schlange bis auf die Straße. „Wir haben mit Abstand die besten Kunden“, sagt Gkelos und lobt die Halveraner für das Einhalten der Abstandsregelungen. Alle sind froh, dass die Eiscafés geöffnet haben, sagt Constantinos Gkelos. „Wir auch.“ Das gute Wetter wirkt sich positiv auf das Geschäft am Alten Markt aus. Und mit der Wiederöffnung der Eisdielen als Anlaufstelle, sagt Sandra Gkelos: „Seit Sonntag lebt die Stadt wieder.“ Einmal in der Woche war die 30-Jährige immer im Laden, um die Post zu holen – die Straßen aber waren immer leer. Jetzt kommen manche Kunden jeden Tag, erzählt das Ehepaar und muss lachen. „Sie sagen, sie haben einiges nachzuholen.“

Noch gibt es nicht alle Sorten, man tastet sich langsam ran und möchte umgehen, dass man wieder Eis vernichten muss, weil ein Verkauf verboten wird. Neben allen Klassikern gibt es auch die neue Sorte American Cheesecake. Mit Fortschreiten der Saison und den Sicherheiten wird es immer mehr geben. „Dafür wird das Eis jeden Tag ganz frisch hergestellt. Das Eis gibt’s derzeit „to go“. Ein Verzehr vor Ort ist wegen Corona verboten.

Auch bei Riviera ist die Theke noch nicht ganz gefüllt – aber das kommt noch. Der Renner bei den Kindern ist die Sorte Einhorn, wie Inhaberin Carla Bernardes sagt. Das hellblaue Eis schmeckt nach Kaugummi und wird mit bunten Streuseln ein Höhepunkt für Kinderaugen. Eigentlich hätte Riviera schon Mitte Januar wieder das Café geöffnet. „Aber bei 15 Grad minus muss man nicht versuchen, Eis zu verkaufen“, sagt Carla Bernardes und lacht. Jetzt läuft es dafür richtig gut. „Die Menschen freuen sich riesig – und wir uns auch.“

Auf richtiges Verhalten achten

Am vergangenen Wochenende ist das Ordnungsamt mehrmals auf größere Ansammlungen von Gruppen am Alten Markt aufmerksam geworden. Treffen in der Öffentlichkeit sind für die Mitglieder eines Haushaltes nur mit einem einzelnen Angehörigen eines weiteren Hausstandes gestattet, der von zu betreuenden Kindern begleitet werden darf. Der Verzehr von Eis sowie allen anderen Speisen ist erst ab einer Entfernung von 50 Metern vom Geschäft erlaubt. Bürgermeister Michael Brosch appelliert an die Halveraner, sich an die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten – auch bei gutem Wetter, auch an der frischen Luft. 

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