Deutliche Einsparungen beim Zuschussbedarf

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Bjoern Strangmann, Leiter der Musikschule Volmetal, lud die Politiker zu einer Besichtigung der Halveraner Musikschulräume ein. ▪

HALVER ▪ Die Sparbemühungen der Musikschule in Halver zeigen Wirkung: Diese – zumindest aus finanzieller Sicht – positive Nachricht konnte Bjoern Strangmann, Leiter der Musikschule Volmetal, den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses in ihrer jüngsten Sitzung überbringen.

Denn: In den vergangenen Jahren konnte der jährliche Zuschuss der Stadt um 9,7 Prozent gesenkt werden. Konkret bedeutet dies: Lag der jährliche Zuschussbedarf pro Schüler und Jahr 2007 noch bei 298,92 Euro, so musste die Stadt zwei Jahre später noch 281,68 Euro zusteuern. Bei gut 240 Schülern sind dies im Jahr noch gut 67 800 Euro, knapp 10 000 Euro weniger als noch vor zwei Jahren.

Wie Strangmann weiter ausführte, liege man im nationalen Vergleich damit „ganz gut“, denn einer Statistik zufolge würden die Kommunen durchschnittlich gut 45 Euro pro Schüler und Monat beisteuern, in Halver wären es momentan gut 23 Euro. Darüber hinaus habe die Musikschule durch eine Reduzierung der Stunden (vor allem im Bereich des Einzel- und Kleingruppenunterrichts) sowie die Umschichtung von Personal im Musikschulverbund weitere Mittel einsparen können. So konnten die Personalkosten laut Strangmann von 155 701,68 Euro in 2007 auf 143 833,08 Euro in 2009 gesenkt werden. Gleichzeitig stieg die Schülerzahl um vier Kinder.

Trotz dieser für Politik und Verwaltung positiven Nachricht betonte der Musikschulleiter, dass vor allem die Reduzierung der Stunden nicht beliebig erweiterbar sei, da die Musikschule in Halver seiner Meinung nach sonst handlungsunfähig würde. „Wir als Musikschule erkennen natürlich die finanziellen Probleme der Stadt und bemühen uns, sparsam und effizient mit dem Geld umzugehen“, versicherte Strangmann. Jedoch dürfe das Argument der Politik, die Musikschule sei eine freiwillige Leistung der Stadt, nicht zur Infragestellung der Einrichtung führen.

Denn: Auch über die erfolgreiche Arbeit der Musikschule in Halver konnte der Musikschulleiter dem Gremium am Dienstagabend berichten. Strangmann erinnerte an den Auftritt in Hemer, die Konzerte der verschiedenen Orchester, die musikalischen Beiträge bei den heimischen Ausstellungseröffnungen oder das Kindermusical-Projekt „Mtoto Boga“ in der Lindenhofschule. „Und ich kann Ihnen schon jetzt mitteilen, dass es 2010/11 eine ähnliche Aufführung in der Grundschule ‚Auf dem Dorfe‘ geben wird, gefördert von der Sparda-Stiftung“, so Strangmann. Er betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig die Musikschule als Bestandteil der Gesamtausbildung sei und wie positiv sie sich auf die Stadt, die Kindergärten, Schulen und Vereine auswirke. „Wir erfahren viel positive Resonanz“, sprach er auch seinen Lehrern ein Lob aus.

Doch auch die bürokratische Arbeit innerhalb der Musikschule konnte seinen Ausführungen nach verbessert werden. So seien jetzt alle Musikschul-Bezirke mitein-ander vernetzt, was eine schnellere Kommunikation ermögliche. Zudem habe man das Verwaltungsprogramm „Virtuoso“ eingeführt, das im personellen und verwaltungstechnischen Bereich bei der Musikschule und den Stadtverwaltungen aller drei Bezirke zu Verbesserungen führen soll – aus betriebswirtschaftlicher und pädagogischer Sicht, wie aus der Vorlage hervorgeht.

Ebenfalls „überholt“ wurde laut Strangmann auch der Internet-Auftritt der Musikschule, der sich „zu einer erfolgreichen Geschichte“ entwickelt habe. Wurden im August 2008 noch 684 Klicks gezählt, waren es im Juni dieses Jahres 7981. „Da die Pflege der Seite in unseren Händen liegt, entstehen auch keine Kosten für die Stadt und wir können sie auf kurzem Wege immer aktualisieren.“ ▪ Kerstin Zacharias

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