Deutlich weniger Autos beim vierten Oldtimertreffen

- Foto: Machelett

Halver - Hitze, Blitz und Donner machten den Organisatoren des vierten Halveraner Oldtimertreffens am Wochenende zu schaffen. Organisator Günter Fromme war daher auch nicht ganz zufrieden. Es kamen deutlich weniger alte Fahrzeuge als erhofft.

Den Besuchern fiel das jedoch nicht auf. Begeistert bewunderten sie die mehr als 100 Oldtimer, die aus ganz Nordrhein-Westfalen in Richtung Kulturbahnhof anrollten. Ab 11 Uhr dröhnten die historischen und teils getunten Motoren durch die Halveraner Innenstadt. Für Aufsehen sorgte beispielsweise eine Kolonne getunter Fahrzeuge. Mit dabei ein paar Opel Kadett und tiefergelegte Enten. Wenn die Fahrer aufs Gas traten, drehten sich die Passanten auf der Straße um. „Die Tuningszene ist groß, insbesondere bei bestimmten Marken. Es gibt beispielsweise kaum noch Käfer im normalen Zustand. Die meisten haben neue Motoren, breitere Reifen und sind tiefergelegt“, sagt Fromme.

Sein Herz schlägt jedoch dann höher, wenn ein wirklich altes Fahrzeug anrollt, das vielleicht sogar noch seinen alten Lack hat und top gepflegt ist. Er selbst ist mit einem Volvo samt Wohnwagen angereist. In dem Wohnwagen wurde kurzerhand sein Organisationsbüro untergebracht. Mit dem Anhänger, Baujahr 1962, fahre er noch heute übers Wochenende in den Urlaub. „Er sieht klein aus, aber es finden bequem zwei Personen darin Platz“, schwärmt Fromme. Vom Porsche über Mercedes bis hin zu Opel und Chevrolet: Es gab kaum eine Marke, die am Kulturbahnhof nicht vertreten war.

Nicht so gut lief hingegen der Kofferraumflohmarkt. Erstmals sollten Tüftler und Bastler in ihren Kofferräumen Ersatzteile, Accessoires und andere Dinge rund ums Auto anbieten. „Das Wetter ist zu unbeständig. Da haben die Leute zu viel Angst, dass alles nass wird“, bedauert der Organisator.

Aber nicht nur alte Autos, sondern auch Lkw, Busse, Motorräder und Traktoren wurden ausgestellt.

„Besonders stark repräsentiert sind die 1950er- und 60-er Jahre“, erklärt Fromme. Das sah man teilweise auch an den Outfits: Gepunktete Kleider, Strohhüte, Kopftücher und Sonnenbrillen: Wer was auf sich hielt, fuhr sein Auto im stilechten Dress.

Deutlich ruhiger war es in der Innenstadt. Die Geschäfte waren gefüllt wie an normalen Werktagen. Der ganz große Ansturm blieb aus. Lediglich vor den Eisdielen bildeten sich Schlangen und auch die Gastronomen waren zufrieden mit dem Tag.

Auf den Terrassen, in den Kneipen oder im Saal des Kulturbahnhofs trafen sich die Oldtimer-Fans während der Regenpausen. Stundenlang wurden Tipps ausgetauscht und von besonders seltenen Oldtimern geträumt. Daher hatten auch die Siebtklässler des Anne-Frank-Gymnasiums alle Hände voll zu tun. Sie hatten am Kulturbahnhof eine Cafeteria mit Torten und Kuchen aufgebaut.

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