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Der Platz wird knapp: Aufwändiger Umbau einer Schule

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Von: Sarah Lorencic

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Die Ebenen der beiden Gebäudeteile der Lindenhofschule sind versetzt. Für den Umbau ist das eine Schwierigkeit.
Die Ebenen der beiden Gebäudeteile der Lindenhofschule sind versetzt. Für den Umbau ist das eine Schwierigkeit. © Stadt Halver/Architekturbüro Halver

Die Lindenhofschule ist mit Blick auf die steigenden Schülerzahlen im offenen Ganztagsschulbereich zu klein. Eigentlich ist die Grundschule das bereits jetzt, sagt Katrin Siegmund vom städtischen Bauamt.

Halver – Bei einem Ortstermin erläutert sie den Plan, das Schulgebäude umzubauen und zu erweitern sowie die Schule mit einem Personenaufzug barrierefrei zu gestalten.

Für die Erweiterung des Gebäudes wird der ehemalige Musikschulbereich genutzt. Die Musikschule ist bereits in das Lern- und Begegnungszentrum umgezogen. Der Umbau der Räume für die OGS sollen bald starten. Ausziehen müssen dann auch Mieter, die im oberen Geschoss des Traktes derzeit noch wohnen. Die Turnhalle, die an das Hauptgebäude grenzt, wird von den Umbauarbeiten bis auf eine etwaige variable Möblierung nicht berührt. Denn barrierefrei zugänglich ist sie bereits über den Zugang am Schulhof ebenso wie die dortigen Sanitärräume und das Forum im Erdgeschoss. Ein behindertengerechtes WC ist ebenfalls vorhanden.

Katrin Siegmund zeigt Schülern der Lindenhofschule die Pläne für den barrierefreien Umbau der Lindenhofschule
Katrin Siegmund zeigt Schülern der Lindenhofschule die Pläne für den barrierefreien Umbau der Lindenhofschule © Lorencic, Sarah

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten des Hauptgebäudes sind die oberen Geschosse nur über Treppenanlagen erreichbar. Zwischen dem Sockelgeschoss und dem ehemaligen Musikschulgebäude besteht bisher keine direkte räumliche Verbindung, was sich mit den Umbauarbeiten ändern wird. Aufwändig sind die Planungen vor allem, weil die einzelnen Geschossebenen des Hauptgebäudes bis auf das Erdgeschoss höhenversetzt zu dem des Musikschultraktes sind. Verbunden werden die Ebenen mit Rampen und Treppen. „Es ist gar nicht so einfach, alles auf eine Ebene zu bringen“, sagt Katrin Siegmund und zeigt auf dem Plan die in jedem Geschoss größer werdenden Unterschiede der Ebenen. Von außen soll ein Fahrstuhl ans Gebäude angebaut werden. Der Ort ist noch nicht endgültig festgelegt. Sollte er auf der Seite des Schulhofs gebaut werden, will man keine Linden beschädigen, sagt Siegmund.

Auch vorhandener – aber bisher ungenutzter – Raum im Hauptgebäude wird genutzt, um Klassenräume zu vergrößern. Mehrere Nischen in den Flurecken werden mit den Räumen verbunden und vom Flur getrennt. Sie werden dann zu Differenzierungsräumen. Im Keller wird ebenfalls mehr Raum geschaffen, um der Schule Abstellmöglichkeiten zu ermöglichen, die bisher fehlen.

Für Katrin Siegmund ist es seit ihrem Beginn im Jahr 2020 das größte Projekt, das sie bisher bei der Stadt betreut. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Kollegen Tim Rietschel und vom Halveraner Architekturbüro Eicker. „Anders könnte man so ein großes Projekt auch nicht stemmen“, sagt Katrin Siegmund und lobt in diesem Zuge die gute Zusammenarbeit mit den heimischen Architekten.

Ein großes Thema sind zudem die Statik und der Brandschutz. Erste Bohrungen sollen Aufschluss über die statischen Voraussetzungen geben. Die Umbauarbeiten selbst werden, wenn sie starten, mit dem Schulbetrieb koordiniert werden müssen, sagt die Architektin. Jeweils eine halbe Million Euro stehen für die Umbaumaßnahmen im Haushalt für dieses und kommendes Jahr. Die Mieter, die über der ehemaligen Musikschule derzeit noch wohnen, haben eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Eher müssen sie die Wohnung nicht räumen.

Verzögern wird das die Umbauarbeiten voraussichtlich nicht, wie Bauamtsleiter Michael Schmidt sagt. Bei dem großen Projekt werde man die einzelnen Baumaßnahmen koordinieren können. Beeinträchtig werden eher die Mieter und auch die Schüler, sagt Schmidt. Eine schnelle Lösung aber gibt es für so ein großes Projekt nicht.

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