Denkmalschutz für die Villa Wippermann

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Nun geht es der Fassade der Villa Wippermann an den Kragen – oder besser – an den Putz. Die ehemalige Unternehmervilla soll – wenn das Wetter mitspielt – im kommenden Frühsommer fertig gestellt sein und als soziokulturelles Zentrum dienen.

Halver - Es geht weiter an der Villa Wippermann: Am Montag wurde das Gebäude, das als drittes Haus der Kultur im Rahmen der Regionale 2013 saniert wird, rundherum in ein Gerüst geschlungen.

Nun beginnen die Fassaden- und Dacharbeiten an der ehemaligen Unternehmervilla. Zunächst, so erklärte es am Montag Michael Schmidt, Bauamtsleiter der Stadt Halver, werde die Fassade von Spezialkräften gereinigt. Die alte Farbe wird zunächst gesandstrahlt, danach erfolgt eine Hochdruckreinigung. Schmidt: „Das muss angesichts der Stuckarbeiten sehr vorsichtig passieren.“ Bis zu vier Wochen würden daher für die Reinigung veranschlagt. Parallel zur Reinigung beginne dann auch schon der Aufbau der Fassade, der – je nach Wetterlage – in zwei Monaten abgeschlossen sein soll.

Hinzu kommen die Arbeiten an einem neuen Dach. Das schon vor Monaten gesteckte Ziel, die Außenarbeiten in diesem Jahr fertig zu stellen, sei demnach realistisch. Die Fertigstellung des gesamten soziokulturellen Zentrums ist für den Frühsommer 2016 geplant.

Die Villa Wippermann steht am Donnerstag zudem auf der Agenda des Ausschusses für Kultur, Soziales und Sport, der sich um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses einfindet. Dort soll der Weg zur Eintragung eines Baudenkmals in die Denkmalliste des Landes NRW geebnet werden. Grundlage für die beabsichtigte Eintragung ist die Stellungnahme des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege. Die Villa Wippermann sei bedeutend für die Geschichte der Menschen in Halver, weil sie noch ein gutes Beispiel des Wohnens und Wirtschaftens einer großbürgerlichen Familie am Anfang des 20. Jahrhunderts darstelle, heißt es dort.

Darüber hinaus liegen für Erhaltung und Nutzung der Villa Wippermann städtebauliche Gründe vor, „da die noch unveränderte Lage an der Frankfurter Straße beziehungsweise auf der anderen Seite zum Rathaus die offene Bebauung belegt, die dort Anfang des 20. Jahrhunderts existierte.“

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