Debatte über Standort des Bürgerzentrums

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Halver - Als zukünftigen Standort für das Bürgerzentrum favorisiert dessen Leiterin, Claudia Wrede, Räume in der Ganztagsschule an der Mühlenstraße.

Vorstellbar aus ihrer Sicht wären aufgrund der dort vorhandenen Möglichkeiten auch Angebote zum Kochen oder Seniorensport, erläuterte Wrede jetzt im Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales. „Die Ganztagsschule wäre in dieser Hinsicht Favorit.“ Mit Sportkursen wäre es möglich, eine neue Klientel zu erschließen. Im Kulturbahnhof sei dies schwer zu realisieren.

Damit spielte Wrede auf die zurzeit noch nichtöffentlich laufende Debatte um den neuen Standort für das Bürgerzentrum an. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte die UWG ins Gespräch gebracht, das Bürgerzentrum in den Räumen der städtischen Bücherei unterzubringen. Denn für die vorhandene Immobilie, Von-Vincke-Straße 22, läuft die Uhr. Sowohl dieses wie das benachbarte frühere DRK-Gebäude sind verkauft an die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle, die den vorhandenen Bestand abreißen und dort Einheiten für seniorengerechtes Wohnen ermöglichen will. Der Bestandsschutz gilt noch bis Oktober 2018. Die Stadt hat ihr Einvernehmen für den Abriss bereits erteilt.

Welche Bedeutung das Projekt Bürgerzentrum für Halver hat, machte die Leiterin auch anhand der Besucherzahlen durch die verschiedenen Gruppen deutlich. Vereine und Verbände nutzen die Räume regelmäßig in verschiedenster Hinsicht, angefangen von der Awo und dem Sozialverband bis zu Strick- und Malgruppen. Zwei Chöre proben dort, Schach- und Fotofreunde haben in dem innenstadtnahen Gebäude ihr Domizil. Unter den Angeboten der Volkshochschule ist seit einiger Zeit auch ein Integrationskurs für Asylbewerber. 25 Teilnehmer lernen täglich dort die deutsche Sprache.

Insgesamt kommt das Bürgerzentrum auf 200 bis 300 Besucher in der Woche – mit Ausreißern nach oben wie beim Ostereiermarkt, der die Zahl auf 700 schnellen ließ, wie Wrede weiter ausführt.

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