Halvers Schmieden

Das Leben im letzten Jahrhundert - Ausstellung in der Villa

Die Schmiede der Gebrüder Steller kommt ebenfalls vor.
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Die Schmiede der Gebrüder Steller kommt in der neuen Ausstellung vor.

Geschichte zum Anfassen gibt es seit Sonntag im Obergeschoss der Villa Wippermann. Dann wird ein Besuch des Heimatmuseums zur Zeitreise in das letzte Jahrhundert. Kernstück der neuen Ausstellung sind Halvers Schmieden.

Halver – „Alles neu für die Sommerferien“, sagt Jana Eilhardt, Kuratorin der Villa Wippermann. Sie baut derzeit die neue Ausstellung mit Helfern auf. „Halvers Schmieden – und das Leben im vorigen Jahrhundert“ heißt sie. In drei Bereichen können die Besucher das damalige Leben kennenlernen. „Damals – als Man(n) noch ins Büro ging, Halvers Mannsvolk an den Schmiedefeuern schwitzte und die Frauleute Herd und Kinder hüteten“, heißt es in der Ankündigung. Gezeigt wird die neue Ausstellung seit Sonntag, 11. Juli.

„Die Geschichte der Schmieden ist die Geschichte des Lebens an diesem Ort. Der karge, steinige Boden ernährt die Großfamilien nicht. Dank Eisenerz schaffen Schüppen-, Bohrer- und Feilenschmieden ein Zubrot“, heißt es zum Kernstück der Ausstellung. „Wenn die Bohrer gut gehen, dann lebt man von der Schmiede, gehen die Bohrer schlecht, dann lebt man von der Landwirtschaft“, schreibt Werner Sinnwell in seinem Vorwort zur Ausstellung.

Unternehmen und Nachfahren helfen bei Ausstellung

Die Ausstellung zeigt historische Aufnahmen der halverschen Schmieden zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Laut, heiß und dreckig produzierten sie teils mitten in der Stadt. Die Entwicklung der Unternehmen verlief ähnlich, angepasst an die technischen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der jeweiligen Zeit. Hinter jedem Firmennamen steckt eine eigene Geschichte und eine Erinnerung im kollektiven Gedächtnis der Stadt. Gezeigt werden in der Ausstellung zwölf Schmieden. Das wurde laut Jana Eilhardt mit der Unterstützung der Unternehmer und Nachfahren möglich.

Nebenbei wirft die Ausstellung einen Blick auf das Leben im vorigen Jahrhundert. „Wir haben unsere historische Küche um ein Speisezimmer ergänzt“, sagt Jana Eilhardt. Dabei half der Werkhof Halver. „Und wir sind dabei, ein altes Kontor einzurichten. Während der Coronapause haben wir unser ,Depot’ – sprich den Villakeller – aufgeräumt. Dort stehen viele interessante Bürogeräte aus allen Epochen der Bürogeschichte. Schreib-, Rechen-, Frankiermaschinen, ein Diktiergerät, eine alte Stempeluhr und mehr“, so Eilhardt. Derzeit ist das Villa-Team mit der Einrichtung des historischen Büros beschäftigt. „Schreib- und Rechenmaschinen haben wir mehr als genug, aber uns fehlen alte Roll- oder Büroschränke, Schreibtischlampen, Telefone“, sagt Jana Eilhardt und freut sich über Rückmeldungen.

Wenn sie historischen Bürogegenstände haben und sich von denen trennen können – entweder für die Dauer eines knappen Jahres oder vielleicht sogar für immer –, dann können Sie sich in der Villa melden (Tel. 01 52/22 83 25 66). /sollen sie uns anrufen oder anschreiben (digital oder analog). Alle drei Bereiche können seit Sonntag, 11. Juli, besucht werden – wenn auch noch nicht alle komplett und vollständig sind. Es wird keine offizielle Eröffnung geben. „Einfach vorbeikommen und reinschauen“, so die Kuratorin.

Die Villa hat dienstags und mittwochs von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 15 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Test und Maske sind nicht mehr nötig. Der Einlass ist am Donnerstag bis 17 Uhr besetzt, für spätere Besuche können Interessierte Kontakt aufnehmen.

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