Girls´Day in Halver

Hannah und Cleo vom Anne-Frank-Gymnasium waren überrascht, was man in einer Redaktion so alles machen kann und wie es läuft.

HALVER ▪ „Eigentlich wollten wir ja zur Polizei, aber das ging nicht“, bekennen Cleo und Hannah. Also nahmen die beiden zwölfjährigen Schülerinnen des Anne-Frank-Gymnasiums ein Telefonbuch zur Hand, bei dem ihnen die Anzeige des Allgemeinen Anzeigers ins Auge sprang. Sie riefen in der Redaktion an und verbrachten gestern einen interessanten „Girls’ Day“. „Das hatte ich mir nicht so vorgestellt“, zeigt sich Hannah überrascht, wie das so alles bei einer Tageszeitung läuft und was man so machen kann.

Zu den Menschen hingehen, nachforschen und fotografieren, das findet auch Cleo so interessant, dass sie sich ebenso wie Hannah vorstellen kann, vielleicht einmal eine journalistische Karriere einzuschlagen. Wie die beiden Gymnasiastinnen – die sich selbstständig um eine „Girls’ Day“-Stelle kümmern mussten – hatten auch die Mädchen an der Real- und der Ganztagsschule die Möglichkeit, einmal in die Berufswelt hinein zu schnuppern, die sonst nur von Männern dominiert wird.

Dilara (12 Jahre) von der Realschule und Karina (13 Jahre) von der Ganztagsschule hatten sich beispielsweise die Autowerkstatt „TuNo“ ausgesucht, weil sie schon „viel Gutes“ von dieser gehört hätten. Die beiden zeigten aber ebenso großes Interesse daran, wie Fahrzeuge repariert und wie Ersatzteile in die Autos kommen. „Mich interessieren Autos“, gesteht Karina und fügt gleich hinzu, dass TuNo eine „nette, coole Firma“ sei. Bei Dilara war das Interesse an Fahrzeugen durch den Physikunterricht geweckt worden, wo das Thema „Auto“ behandelt worden war.

Während für die Mädchen der unteren Jahrgangsstufen des Anne-Frank-Gymnasiums und der Realschule, die keinen „Girls’ Day“-Platz gefunden hatten, normaler Unterricht lief, sah das an der Ganztagsschule anders aus: Dort fand gestern auch ein „Boys’ Day“ statt. Die Jungen erhielten dadurch einen Einblick in die Berufswelt, in der überwiegend Frauen tätig sind. Für die Ganztagsschüler waren das gestern drei Kindergärten, das Seniorenzentrum Bethanien sowie das Geschäft „Kaufpark“.

Lehrer Jürgen Bamberger machte sich mit Dogukan, Halil, Theodor, Patrick, Marvin und Giuseppe – mit einem Fragebogen im Gepäck – auf in den evangelischen Kindergarten „Spatzennest“. Dort konnten sie Kindergartenleiterin Gabriele Bremmer und die Erzieherinnen über ihre Ausbildung und die Aufgaben in solch einer Einrichtung befragen. Natürlich interessierte unter anderem auch, wie viele Mädchen und Jungen den Kindergarten besuchen und wie groß eine Gruppe ist. ▪ Det Ruthmann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare