Rat darf mit großer Enneper Präsenz rechnen

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Gespannt verfolgten die großen und kleinen Mitglieder des TuS Ennepe am Donnerstagabend die Diskussion über einen finanziellen Zuschuss – und stellten damit eindrucksvoll ihre Geschlossenheit unter Beweis. ▪

HALVER ▪ „Ich handele mit meiner Entscheidung in der Verantwortung der Kinder – auch, wenn Sie mir das im Augenblick nicht abnehmen mögen. Denn sie sind es, die die Zeche des verschuldeten Landes und Bundes eines Tage zahlen müssen.“

Mit diesen Worten versuchte Werner Lemmert, Fraktionsvorsitzender der UWG, am Donnerstagabend, seinen Entschluss gegen den Zuschuss für den TuS Ennepe zu begründen. Doch auf großes Verständnis stieß er damit bei den 60 großen und kleinen Anhängern des Schwenker Vereins nicht. Dem Team um Lothar Winkler war es gelungen, Kinder, Eltern und Betreuer zu mobilisieren und vor der Politik Geschlossenheit zu demonstrieren.

„Wir werden auch am Montag um 17 Uhr präsent sein“, verspricht Winkler, bei dem nach der Entscheidung im Hauptausschuss das „Prinzip Hoffnung“ wieder ein wenig deutlicher zu spüren war. „Ich hoffe im Namen aller Schwenker und Vereinsmitglieder, dass uns am Montag die Zukunft nicht verbaut wird und wir positiver in die Zukunft blicken können!“ Wenn sich der Stadtrat gegen den Zuschuss entscheiden sollte, sieht der zweite Vorsitzende des TuS Ennepe, dass der Verein „schleichend zu Grabe getragen wird“. Allerdings hofft sicherlich nicht nur er, dass es in der AFG-Aula laute Jubelschreie geben wird.

„Wir verlangen nicht mehr oder weniger als andere“, erklärt Lothar Winkler gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger und macht gleichzeitig deutlich, dass beispielsweise die Karlshöhe „nie unsere Heimat wird“. Zudem hofft er, dass die Arbeit von mehr als eineinhalb Jahren von Erfolg gekrönt sein wird.

Noch gestern suchte Winkler die Hausbank des TuS Ennepe auf, um den Antrag für das Sportstättenförderungsprogramm bei der NRW-Bank fertig zu machen. Dieser Antrag müsse bis zum 30. September der NRW-Bank vorliegen – dies kann am Dienstag mit Hilfe der Hausbank geschehen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt der zweite Vorsitzende des Schwenker Vereins, der weiß, wenn es jetzt nicht klappt, dann wird auf jeden Fall alles deutlich teurer. ▪ Kerstin Zacharias/Det Ruthmann

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