D-Mark: Kein Umtausch mehr in Halver

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Halver - Knapp 15 Jahre nach der Euro-Einführung sind immer noch D-Mark-Bestände im Milliardenwert in Deutschland im Umlauf. Ende November waren es nach Angaben der Deutschen Bundesbank 167 Millionen Scheine und 23,5 Milliarden Münzen, die noch nicht zurückgegeben wurden – sie haben einen Gesamtwert von 12,73 Milliarden Mark (6,51 Milliarden Euro).

Der AA hat dies zum Anlass genommen, bei den Banken in Halver nachzufragen, wie sie auf Kunden reagieren, die D-Mark zurückgeben wollen. „Wir sind keine offizielle Stelle, die D-Mark Beträge annimmt und auf Konten verbucht“, sagt Sparkassen-Serviceberaterin Dorothee Annuß von der Filiale an der Bahnhofstraße.

Sparkasse: Knapp 20 000 Mark pro Jahr

Kunden mit D-Mark in der Tasche werden gebeten, die Zentrale am Sauerfeld in Lüdenscheid aufzusuchen. Dort, so schätzt Volker Schnippering (Mitglied des Vorstandssekretariats), werden pro Jahr nicht mehr als 20 000 Mark abgegeben. Diese Summe sei auch in den Vorjahren in etwa konstant geblieben. „Größere Beträge nehmen auch wir nicht an und verweisen dann an die Filialen der Deutschen Bundesbank in Hagen und Dortmund.“

"Gehört nicht zu unseren täglichen Kundenanfragen"

Ähnlich verfährt die Volksbank im Märkischen Kreis. Marc Kostewitz (Abteilungsdirektor Marketing Volksbank im Märkischen Kreis), sagt: „Dass überhaupt noch Kunden mit D-Mark in die Filialen laufen, ist ganz selten. Das gehört nicht zu unseren alltäglichen Kundenanfragen. Aufgrund der geringen Fallzahlen haben wir in unserem EDV-System auch keinen Prozess mehr dafür eingerichtet.“ Deswegen sei ein Rücktausch in den Filialen nicht mehr möglich. Deshalb rate man den Kunden, das Geld bei den Bundesbanken in Hagen oder Dortmund abzugeben. „Das ist am effizientesten für die Kunden.“

„Geld ist teilweise verloren gegangen"

 Auch die Commerzbank nehme generell in keiner ihrer Filialen D-Mark an, heißt es von Seiten der Pressestelle. „Wir gehen davon aus, dass weiter D-Mark-Bestände umgetauscht werden. Es werden aber nie alle noch ausstehenden Banknoten und Münzen zurückgegeben werden“, erklärt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Teilweise dürfte das Geld verloren gegangen oder für immer zerstört worden sein.

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