Viele Branchen sind betroffen

In der Krise positiv bleiben: Reinigungsfirmen haben Einbußen

+
Reiningsfirmen leiden unter der Corona-Krise.

Halver - Von der Corona-Krise sind nahezu alle Branchen betroffen. Auch die Reinigungsfirmen haben große Einbußen und verlorene Aufträge zu beklagen.

Dies betrifft auch die Ebert Gebäudereinigung von Inhaber Thomas Ebert in Halver. Seit 17 Jahren führt der 51-Jährige sein Unternehmen, eine Krise in dieser Dimension ist aber auch für ihn komplettes Neuland. „Normalerweise sind wir täglich in Fitnessstudios, um zu reinigen. Diese Tätigkeit fiel knapp acht Wochen komplett weg“, erklärt Ebert. Auch die Friseurläden sind eine wichtige Einnahmequelle, die einige Wochen wegfiel und jetzt erst wieder anläuft. 

Seine 28 Mitarbeiter bezahlte er dennoch über den gesamten Zeitraum, da es sich um Minijobber handelt. „Ich habe einen finanziellen Puffer durch meine Gewinne aufgebaut und bezahle davon meine Mitarbeiter, die zurzeit nicht arbeiten können. Aber natürlich ist dieser Puffer auch irgendwann aufgebraucht. Für kleine Betriebe ist es schwierig, in dieser Phase durchzuhalten.“ 

Vorsichtsmaßnahmen unterstützen

Einen Groll auf die Landesregierung beziehungsweise deren Entscheidungsträger hegt der Unternehmer nicht, er kann die Entscheidung nachvollziehen, gewisse Geschäftsbereiche weiterhin nicht zu öffnen. „Ich finde es richtig, dass wir nicht alles direkt wieder öffnen. Zudem finde ich es gut, dass die Maskenpflicht eingeführt wurde. Nur so können wir die Pandemie wirklich in den Griff bekommen und sie eindämmen. Es sind mit Sicherheit sehr viele Leute unterwegs, die das Virus hatten und es gar nicht wussten. Die Dunkelziffer wird hoch sein“, so Ebert, der weiß, dass die Leute zum Leichtsinn neigen und deswegen die Vorsichtsmaßnahmen unterstützt, um eine größere Sicherheit zu erlangen. 

Wohlwissend, dass auch sein Unternehmen dadurch einen finanziellen Schaden nimmt. „Es wäre zu egoistisch von mir, nur an meinen Betrieb zu denken. Die Gesundheit geht eindeutig vor. Die breite Masse ist in diesem Falle wichtiger. Wir müssen noch einige Wochen warten, bis der Betrieb wirklich wieder hochfahren kann. Aber selbst dann gibt es natürlich keine hundertprozentige Sicherheit.“

Optimismus nicht verloren

Dank seiner großen Arbeitserfahrung in der Branche hat Ebert ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis zu seinen Kunden aufgebaut, davon kann er in dieser Krisenzeit profitieren. „Zur Anfangszeit der Corona-Krise konnten wir noch ins Fitnessstudio, allerdings nur mit einem Mitarbeiter. Die Rechnung wurde trotzdem komplett für drei Angestellte geschrieben. Das ist wirklich ein sehr loyales Verhalten, dafür bin ich auch dankbar. Es ist schön, wenn man in so einem Pool mitschwimmen darf.“ Generell verliert Ebert auch in der Krisenzeit nicht seinen Optimismus. Seine Dienstleistungen werden auch nach der Corona-Zeit gebraucht und von seinen Kunden genutzt, bis dahin heißt es für ihn „durchhalten und nicht zu negativ denken“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare