Beisetzungen in Corona-Zeiten

Beerdigungen wieder mit Freunden - mehr Trauergäste erlaubt

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Die Lockerungen machen es möglich: Auch auf dem Friedhof Wippekühl in Schalksmühle müssen Beisetzungen nicht mehr nur im engsten Familienkreis stattfinden.

Halver/Schalksmühle - Trauer nur im kleinsten Familienkreis und unter freiem Himmel – das war für Beerdigungen in Zeiten von Corona die Regel. Doch nach den Lockerungen können mittlerweile auch Freunde und Bekannte Bestattungen beiwohnen, allerdings immer noch unter bestimmten Voraussetzungen.

So darf beispielsweise die Friedhofskapelle Wippekühl in Schalksmühle wieder für Trauerandachten genutzt werden, wie Christiane Dix von der Gemeindeverwaltung bestätigt. Anhand der Quadratmeter wurde die erlaubte Besucherzahl errechnet – zwölf Personen dürfen die Kapelle nun nutzen. 

Dabei darf das Gebäude nur über den Haupteingang betreten und über den Seiteneingang verlassen werden. Innerhalb der Kapelle gilt es, die Mindestabstände einzuhalten – zudem ist dort das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. „Zudem müssen die Trauergäste vor der Beerdigung angemeldet werden und sich in Listen eintragen“, berichtet Christiane Dix. 

Abschiedsraum kann wieder genutzt werden

Auch den Abschiedsraum, in dem der Sarg aufgebahrt werden kann, darf nun wieder genutzt werden, „aber nur mit höchstens zwei Personen auf einmal“, so Dix. Wenn die Beisetzung unter freiem Himmel stattfindet, dürfen auf dem Friedhof Wippekühl aber immerhin 20 Personen gemeinsam trauern. Die zuvor strengen Auflagen seien für viele Angehörige schwer zu ertragen gewesen, sagt Dix. „Dennoch haben wir alles dafür getan, dass pietätvolle Bestattungen möglich waren.“ 

Ähnlich sehen die Regeln auf dem katholischen Friedhof in Halver aus. „Wir als Gemeinde haben auf unserem Friedhof allerdings kein Gebäude“, sagt Pfarrer Claus Optenhöfel. Daher finden Beerdigungen ohnehin nur unter freiem Himmel statt – und dann unter Einhaltung der entsprechenden Abstandsregeln. Beileidsbekundungen in Form von Händeschütteln oder Umarmungen sind daher derzeit nicht gestattet. 

Anwesenheitsliste muss geführt werden

Die Bestatter führen zudem auch in Halver Listen, in die die Trauergäste der Beerdigungen eingetragen werden müssen. Entsprechende Trauerandachten finden bei Beisetzungen auf dem katholischen Friedhof in der Regel in der Kirche Christus König, manchmal auch in der Kapelle auf dem evangelischen Friedhof statt. 

„Dort gelten dann natürlich die Höchstzahlen für Besucher entsprechend der Quadratmeterzahl“, sagt der Pfarrer. Einen Abschiedsraum gibt es indes nur für Urnen. „Aber der ist so klein, dass wir ihn derzeit nicht nutzen können, weil die Abstandsregeln dort nicht eingehalten werden können“, sagt Optenhöfel.

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