Kein Kürbismarkt in 2020

Coronavirus: Kürbismarkt im MK nun doch abgesagt

Kürbismarkt Halver Absage Corona Symbolfoto
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Der Kürbismarkt fällt in diesem Jahr aus.

„Wir haben am Freitag die Absage für den Kürbismarkt erhalten.“ Teresa Schabo von der Sound Bäckerei ist enttäuscht, kann die Notwendigkeit der Entscheidung aber nachvollziehen: „Die steigenden Coronazahlen sind das Hauptthema bei so einer großen Veranstaltung. Die Gesundheit geht nunmal vor.“

Halver – Insgesamt wäre es der dritte Kürbismarkt in Halver gewesen, der am 3. Oktober an der Heesfelder Mühle stattgefunden hätte. „Es war alles fertig“, sagt Schabo. Die Aussteller waren gebucht, das Hygienekonzept erstellt. „Es war aber nie absehbar, wie es mit den Infektionszahlen weitergeht. Das war es dann wohl erstmal mit den großen Veranstaltungen“, mutmaßt sie. Der für den 14. November an der Mühle geplante Winterzauber steht auch auf der Kippe. „Wir müssen die Entscheidung abwarten.“ Diese Entscheidung soll Anfang Oktober im Rathaus fallen. „Die Landesregierung wird Ende September einen Rahmen für solche Veranstaltung vorgeben“, erklärt Lutz Eicker vom Ordnungsamt. „Wir warten ab, was das Land sagt und entscheiden danach, wie es weitergeht. Natürlich wollen wir auch nichts kaputt machen, sondern wieder zur Normalität zurückfinden.“ Dabei solle ein vernünftiger Weg eingeschlagen werden. Eicker: „Wenn ich mir überlege, wir haben einen Weihnachtsmarkt in Halver nur mit Maske und mit Einbahnstraßenregelung und womöglich auch mit Alkoholverbot – das brauchen wir doch nicht, oder?“

Maximal 900 Besucher wären erlaubt

Die Absage des Kürbismarkts sei eine Vernunftentscheidung gewesen. Das Hygienekonzept sei für die steigende Zahl der Corona-Fälle nicht mehr ausreichend gewesen. „Die Veranstaltung wäre selbst mit 900 Besuchern eine Hausnummer gewesen, auch wenn es draußen stattfindet“, sagt Eicker. „Wenn man Glück hat mit dem Wetter, kommen alle aus dem Umkreis nach Halver. Ich kann aber nur 900 Leute zulassen.

Die Jahre vorher kamen jedoch zwischen 3000 und 5000 Besucher. Das kann man nicht steuern. Wo sollen die Menschen warten, wie sollen die Abstände eingehalten werden, wer soll das überprüfen? So viele Ordner kann man gar nicht zur Verfügung stellen.“ Eine Infektionskette sei gar nicht nachvollziehbar. Schlussendlich habe die Corona-Arbeitsgruppe der Stadt und das Gesundheitsamt entschieden, dem Veranstalter nahe zu legen, den Kürbismarkt nicht stattfinden zu lassen.

Zumindest bleibt den Veranstaltern ein größerer finanzieller Verlust erspart. „Wir haben ja noch keine Werbung gemacht. Das Schlimmste ist für uns die viele Arbeitszeit, die wir investiert haben“, sagt Schabo. Die Zeit fehle jetzt für die Planung anderer Projekte. Die Bilanz: „Wir sind total traurig. Es ist aber auf jeden Fall eine vernünftige Entscheidung.“ Auch die Aussteller zeigen sich verständnisvoll. „Denen tut es auch leid. Für viele Aussteller wäre es der erste Markt in diesem Jahr gewesen.“

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