Coronavirus im MK

Maskenlager in Halver gut gefüllt

Coronvirus FFP2-Maske OP-Maske
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Masken im Vergleich: Links eine FFP2-Maske, rechts die sogenannte OP-Maske. Nur mit diesen Modellen darf künftig eingekauft und der Öffentliche Personennahverkehr benutzt werden. Stoffmasken sind nicht mehr erlaubt.

Halver – Das Tragen medizinischer Masken wird zur Pflicht. So haben es die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundeskanzlerin am Dienstag im Rahmen einer Marathonsitzung beschlossen. Heißt: Auch die Halveraner müssen künftig FFP2- oder OP-Masken tragen, wenn sie einkaufen gehen oder Bus und Bahn benutzen. Das selbst genähte Stück Stoff oder ein Schal vor Mund und Nase reichen nicht mehr aus.

Ab wann gilt die neue Maskenregelung?

Erst wenn die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW den neuen Beschlüssen angepasst wurde, hat die verschärfte Maskenpflicht Gültigkeit und können Verstöße bei Kontrollen durch die Ordnungsbehörden geahndet werden. In der Regel dauert es ab Beschlussfassung noch einige Tage, bis die Schutzverordnung vorliegt. Ein Rundgang durch etliche Halveraner Geschäfte in der Innenstadt zeigte am Mittwoch allerdings bereits eine – wenn auch nicht repräsentative – hohe Dichte an FFP2- und OP-Masken vor allem bei den Kunden.

Wo bekomme ich geeignete Masken?

Die beiden Halveraner Apotheken Alte Hirsch-Apotheke (Frankfurter Straße 15) und Atlantis-Apotheke (Mittelstraße 15) sind führend beim Verkauf der hochwertigen FFP2-Masken und melden unisono gut gefüllte Lager. Das ist bei den Drogeriemärkten und Discountern anders. Hier gibt es zwar (fast) durchgehend OP-Masken zu kaufen, FFP2-Masken waren am Mittwoch – so denn im Angebot – an mehreren Stellen ausverkauft. Ein Rundgang durch die Stadt:

„Ich war mutig“, sagt Apotheker Claus Wunderlich, Chef der Alten Hirsch-Apotheke. „Es muss sich niemand Sorgen machen. Wir haben genügend FFP2-Masken eingekauft.“ Auf dem Markt, so Wunderlich, gebe es keinen Mangel. „Ich bekomme täglich auf vielen Kanälen Angebote.“ Das deckt sich mit der Situation in der Atlantis-Apotheke von Siegbert Schomann. Rund 10 000 FFP2-Masken hat Schomann zur Zeit vorrätig. Die hohen Lagerbestände rühren auch daher, dass Claus Wunderlich und Siegbert Schomann neben des freien Verkauf der Masken zusätzlich von der Bundesregierung zur Verfügung gestellte FFP2-Masken an Anspruchsberechtigte abgeben. In einem ersten Schritt waren das Personen, die das 75. Lebensjahr vollendet hatten. Jetzt sind die über 70-Jährigen und Personen mit Vorerkrankungen an der Reihe. „Das läuft allerdings sehr schleppend“, hat Siegbert Schomann festgestellt. Hintergrund dürfte sein, dass die Krankenkassen entsprechende fälschungssichere Coupons erst an die Anspruchsberechtigten verschicken müssen. Eine logistisch durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Wer einen Coupon erhält, hat bei 2 Euro Zuzahlung Anspruch auf einen 6er-Pack FFP2-Masken. In einem dritten Schritt werden danach Personen bedacht, die das 60. Lebensjahr vollendet haben.

Neben den Apotheken bieten in Halver auch die Drogeriekette Rossmann und die Kodi-Filiale im Fachmarktzentrum FFP2-Masken an. Eigentlich. In beiden Geschäften hieß es am Mittwoch allerdings: ausverkauft. Man hoffe auf Nachlieferungen, könne aber keinen Termin nennen. Bei Kodi betraf das auch OP-Masken, die bei Rossmann hingegen in ausreichender Anzahl vorhanden waren. Gleiches galt unter anderem auch für Kaufland, Aldi, den Netto-Markt und die Raiffeisen-Genossenschaft.

Was kosten die Masken?

In der Alten Hirsch-Apotheke kostet eine zertifizierte FFP2-Maske im freien Verkauf (also ohne Berechtigungscoupon) 3,50 Euro. Die Atlantis-Apotheke verkauft das Schutzprodukt üblicherweise in 2er-Packs. Das FFP2-Duo liegt an der Mittelstraße zur Zeit bei 6 Euro. Rossmann bietet den 5er-Pack – so denn lieferbar – für 9,99 Euro an, Kodi für 8 Euro. Das Bauzentrum Lieder an der Märkischen Straße bietet FFP2-Masken zur Zeit für nur 1,50 Euro pro Stück an. Deutlich preiswerter, in der Schutzwirkung allerdings auch geringer angesiedelt, sind die OP-Masken. Die Preise liegen auf einem sehr ähnlichen Niveau. Aldi verlangt für einen 10er-Pack 4,95 Euro, der Raiffeisen-Markt 3,99 Euro (50er-Pack 19,99 Euro), Kaufland 3,95 Euro. Netto verkauft OP-Masken in 5er-Packs für je 2,40 Euro. Bei fast allen Discountern sind die Masken an Sonderständen im Kassen- bzw. Eingangsbereich zu finden.

Welche Maske ist empfehlenswert?

Siegbert Schomann legt sich eindeutig fest: „Wenn man die Maske schon tragen muss, dann empfehle ich auf jeden Fall die FFP2-Maske. Da ist der Eigenschutz deutlich höher.“ Die OP-Masken sind vor allem für den Fremdschutz ausgelegt, das heißt, sie schützen eine gegenüberstehende Person beispielsweise vor Tröpfchen, bieten aber für den Träger nur einen geringen Schutz vor Aerosolen.

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