Öffnung der Villa Wippermann

Villa Wippermann öffnet für Besucher - diese Regeln gibt es

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Halver - Seit Mitte März kommen keine Besucher mehr in die Villa Wippermann. Auf einen Erlass der Stadtverwaltung Halver musste das Museum an der Frankfurter Straße aufgrund der Corona-Krise geschlossen werden.  Doch nun gibt es einen Lichtblick: Die Villa darf wieder öffnen.

Am Dienstag, 12 Mai. ist es soweit: Nach mehreren Wochen darf Organisatorin Jana Eilhardt die Türen der Villa Wippermann in Halver wieder öffnen. Während der Schließungszeit ist in dem Halveraner Museum dennoch viel passiert. Zum Beispiel gab es eine Klavierspende, um in Zukunft auch Veranstaltungen mit der Musikschule umsetzen zu können. 

Doch soweit sind die Corona-Regelungen noch nicht. Klar ist aber: Die Ausstellung des Künstlers Jürgen Grislawski, die Mitte März trotz der coronabedingten Schließung in der unteren Etage der Villa aufgebaut wurde, kann nun auch live betrachtet werden. 

Improvisiert über die sozialen Medien

Improvisiert hat Jana Eilhardt in den vergangenen Wochen mit den sozialen Medien. Auf Instagram veröffentlichte sie fast täglich Werke der aktuellen Ausstellung „Auf den zweiten Blick“. Denn nach dem Aufbau konnte sie am 24. März gar nicht erst eröffnet werden. „Ich habe fast jeden Tag Arbeiten aus der Ausstellung oder Ansichten von der Ausstellung gepostet“, sagt Eilhardt. Die Arbeiten hätten sich hervorragend für die Corona-Zeit geeignet. „Die Auswahl des täglichen Bildes mit oder ohne Kommentar war wie Adventskalenderöffnen“, findet sie. 

Abgesehen von den Instagram-Followern aus Halver und Umgebung gab es auf dem Profil auch Likes aus weiter entfernten Städten. „Selbst große Museen wie das Kunstmuseum Liechtenstein und andere Heimatmuseen folgen uns jetzt. Das finde ich toll“, freut sich die Kuratorin. 

„Da von Anfang an klar war, dass wir nicht regulär eröffnen können, haben wir am Tag des Aufbaus der Ausstellung beschlossen eine kleinen, feinen Katalog aufzulegen“, erklärt Eilhardt. Und das taten sie auch. Brigitte Kraemer, die Frau von Jürgen Grislawski, hat den Ausstellungsaufbau als Fotografin begleitet. Aus ihren Fotos, denen von Jana Eilhardt und den Texten von Jürgen Grislawski sowie der Broschüre vom Heimatverein Halver über die Geschichte der Villa Wippermann ist ein 44-seitiges Buch (A5) entstanden – in einer Auflage von 75 Stück. „Dies ist ein wirklich schöner und besonderer Katalog, von einer besonderen Ausstellung in einer besonderen Zeit“, sagt Jana Eilhardt. Für 10 Euro gibt es ein Exemplar in der Villa. 

Filmabend fällt aus

Dem Coronavirus zum Opfer gefallen, ist auch ein Filmabend, der am morgigen Freitag stattgefunden hätte. Im Rahmen der Grislawski-Ausstellung wollte Tom Briele, ein bekannter Filmemacher, Halver besuchen und den Film „Drei-Männer-Eck“ zu zeigen. Nun ist das nicht möglich. Angeboten wird allerdings das Zeigen des Films und des weiteren Streifens „Entweder oder“ – beide von und mit Jürgen Grislawski, Robert Bosshard und Tom Briele – auf dem großen Bildschirm zu Beginn der Ausstellung. 

Und nicht nur im Erdgeschoss gibt es etwas zu sehen. Im Obergeschoss hat Peter Bell vom Heimatverein aufgerüstet, wie Jana Eilhardt verrät. Der Titel der dortigen Ausstellung lautet „Frankfurter Straße – Die Geschichte einer Straße in Bildern“. „Peter Bell hat in den Fotoarchiven gestöbert und bringt alte und neue Aufnahmen der Halveraner Hauptstraße zusammen“, erklärt die Kuratorin. Außerdem gibt es Bilder und Geschichten vom Halveraner Aussichtsturm und die Ausstellung zur Geschichte des Adlers von der Leye.

Maskenpflicht und Abstand einhalten

Für die Besuche in der Villa gelten – wie überall – bestimmte Vorgaben zu den Themen Hygiene und Sicherheit. Es herrscht eine Maskenpflicht, Mund und Nase müssen abgedeckt sein. Außerdem müssen ebenso die Abstandsregelungen eingehalten werden. Minimum sind dabei 1,5 Meter zwischen zwei Personen. „Wir hoffen, dass die Besucher trotzdem die schönen Ausstellungen genießen können“, sagt Jana Eilhardt.

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