Schulbeginn für Viertklässler

Grundschulen bereiten sich auf Viertklässler vor

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Halver/Schalksmühle - Seit dem 23. April gehen die Schüler der Abiturjahrgänge und Zehner-Abschlussklassen wieder in die Schule. Die vierten Klassen dürfen in der kommenden Woche nachziehen, da sie vor dem Sprung auf eine weiterführende Schule stehen.

In NRW werden die älteren Grundschüler am Donnerstag, 7. Mai, wieder Unterricht haben. Die Verantwortlichen in den Schulen und bei der Stadtverwaltung bereiten sich auf den Start vor. 

An den beiden Standorten der Regenbogenschule versuchen sich die Lehrkräfte – so gut es geht – vorzubereiten. Allerdings warten sie noch auf weitere Instruktionen aus dem Ministerium, erklärt Schulleiterin Petra Schreiber. 

Der Hygieneplan wurde in Abstimmung mit dem Schulträger, der Stadt Halver, bereits durchgesprochen. „Wir sind im täglichen Austausch, Hygiene- und Reinigungsmittel sind zur Genüge vorhanden. Wir haben die Räumlichkeiten nach all den Regeln, die es gibt, vorbereitet“, sagt Sekretärin Tanja Reibott. 

Klassen werden aufgeteilt

Auch die Abstandsregelung sei bereits durchgesprochen, die 62 Schüler der zwei Viererklassen am Hauptstandort (Pestalozziweg) werden in vier Gruppen aufgeteilt. Die Abschlussklasse mit 22 Schülern in Oberbrügge (Am Nocken) wird geteilt. 

„Ob wirklich alle Schüler kommen, wissen wir natürlich auch nicht. Manche Eltern sind sich eventuell noch nicht sicher, ob ihre Kinder wirklich in die Schule sollen. Wir würden uns natürlich freuen, die Kinder wiederzusehen“, sagt Reibott. Vor allen Dingen sei es wichtig, die Kinder auf die weiterführende Schule vorzubereiten. „Aber das ist einfach eine verrückte Zeit. Viele müssen wohl noch lernen, zu akzeptieren, dass die jetzige Situation noch eine ganze Zeit lang anhalten wird. Aber das muss sich in den Köpfen noch festsetzen“, führt die Sekretärin weiter aus. 

„Wir selbst sind an die Anweisungen aus Düsseldorf gebunden und sind auch nicht glücklich darüber, die ganze Zeit in der abwartenden Position zu sein. Aber wir stehen im stetigen Austausch mit den Schulen und sind nicht untätig“, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Dennoch glaubt er, dass die Schulen den Start gut meistern werden. „Trotz vieler Ungewissheiten sind die Lehrer und Schulleitungen tief in die Thematik abgetaucht und bereiten sich, so gut es geht, vor.“ 

GS Spormecke hat ein Konzept in der Hand

Wenn in der kommenden Woche die Schule für die Viertklässler los geht, dann hat die Grundschule Spormecke in Absprache mit der Schulaufsicht ein Konzept in der Hand, mit dem der Schulstart gelingen soll. „Jede Schule muss alleine schauen, wie sie den Neuanfang gestaltet. Ich hätte mir gerne klare Regeln gewünscht. Wir sind aber vorbereitet“, sagt Schulleiter Ralf Gensmann, der in einem Schreiben die Eltern über das weitere Vorgehen informiert. Vorgesehen ist, dass der Unterricht erst einmal für die insgesamt 37 Kinder in den vierten Klassen mit vier Lerngruppen beginnt. „Zum Glück sind das noch kleine Gruppen“, sagt Gensmann. 

Unterricht in den Kernfächern

Die Plätze in den Klassenräumen werden den Mindestabstand von 1,5 Metern aufweisen. Es wird in den Kernfächern Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Englisch jeden Tag vier Stunden Unterricht erteilt. Die Notbetreuung findet parallel dazu weiterhin statt. Die Vorgehensweise sei so sehr personalintensiv, dass man mittelfristig die Klassen im Schichtbetrieb unterrichten werde. 

Man werde voraussichtlich für die vierten Klassen eine OGS-Betreuung mit fünf Kindern pro Gruppe anbieten – für den Fall, dass das Personal durch die Notbetreuung nicht zu sehr eingebunden sei und solange noch keine weiteren Gruppen beschult würden. Zunächst werde es auch kein Mittagsessen an der Schule geben. 

Auch in Sachen Hygiene hat sich die Schule Gedanken gemacht: Die Kinder werden dazu angehalten, im Schulgebäude Gesichtsmasken zu tragen – also grundsätzlich dann, wenn die Schüler in Bewegung sind. Im Unterricht können diese aber abgenommen werden. „Wir haben uns schon im Vorfeld darum bemüht, dass Masken vorhanden sind, und auch die Eltern gebeten, für Masken zu sorgen“, betont der Schulleiter. Auch die bekannten Hygieneregeln werden in dem Elternbrief aufgezeigt. Der Schulleiter bittet um Einhaltung. So sollen sich die Schüler unter anderem vor dem Unterricht und danach die Hände desinfizieren. Auch in der Pause und beim Spielen sollen sich die Kinder an die Abstandsregeln halten. 

In Stein gemeißelt sei das Konzept allerdings nicht, sagt Ralf Gensmann. „Das ist alles sehr unsicher.“ Mit Blick etwa auf die Infektionszahlen sei alles noch veränderbar. 

Primusschule gibt kaum Details bekannt

Auch an der Primusschule habe man sich auf die Aufnahme des Unterrichts durch die Schüler des Jahrgangs 4 vorbereitet, sagt Schulleiterin Astrid Bangert. Die Pläne möchte sie allerdings noch nicht veröffentlichen. Dabei beruft sich Bangert auf die dienstlichen Anweisungen aus Düsseldorf, die noch folgen werden. Darauf weist die Schule auch auf ihrer Internetseite hin. 

So viel ist klar: Auch an der Primusschule werde man sich an die Marschrichtung der Verantwortliche halten, in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen bis zu den Sommerferien möglichst jeden Schüler zeitweise den Besuch der Schule zu ermöglichen – dabei sollen sich Präsenzunterricht und das Lernen zu Hause abwechseln und eng miteinander verknüpft werden. Des Weiteren hält sich die Schule bereits seit dem Start des Abschlussjahrgangs an den vorläufigen Hygieneplan für die Schulen der Gemeinde Schalksmühle. 

Die Eltern der Primusschüler werden noch darüber informiert, wie genau es am Donnerstag weitergeht. So steht es auch auf der Schulhomepage. Für die Zehntklässler, die bereits seit letzter Woche wieder zur Schule gehen, gilt der aktuelle Stundenplan weiterhin. Auch die Notbetreuung wird weitergeführt.

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