Erster Schultag für Viertklässler

Ungewöhnlicher Schulstart für die 4. Klassen

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Die Freude darüber, wieder zur Schule gehen zu dürfen, ist bei diesem Viertklässler der Grundschule Spormecke auch über die Schutzmaske hinweg zu sehen. Während des Unterrichts, wenn alle am Platz sitzen, darf diese übrigens abgenommen werden.

Halver/Schalksmühle - Die Vorfreude war groß, die Wiedersehensfreude noch viel größer: Mehr als sieben Wochen Homeschooling liegen hinter den Viertklässlern, am Donnerstag durften sie zum ersten Mal wieder an ihre Schule zurückkehren.

Und das Fazit von Schülern und Lehrkräften fällt eindeutig aus: Alle waren froh, dass es endlich wieder losgeht. Schalksmühle Bereits um 7.30 Uhr öffneten sich am Donnerstagmorgen die Türen an der Grundschule Spormecke, nach und nach wurden die Grundschüler von den Lehrkräften in Empfang genommen. „Damit konnten wir die Ankunft ein wenig entzerren“, beschreibt Schulleiter Ralf Gensmann die Situation an seiner Schule. 

Ganz wichtig dabei: Eltern müssen in diesen Tagen draußen bleiben. Mit Schutzmaske und desinfizierten Händen sei es dann in den Unterricht gegangen, der etwas anders aussah als normalerweise: eine Teilung der beiden Klassen in vier Gruppen, eine durchgängige Begleitung durch die Lehrkräfte, Einzeltische mit entsprechendem Abstand und Themen, die alle bewegen.

Das ist Viertklässlerin Elfi, die im Homeschooling eine Roboterhand gebastelt und heute mit zur Schule gebracht hat.

„Natürlich haben wir auch über Corona gesprochen, darüber, wie es den Kindern in den vergangenen Wochen ergangen ist“, verweist Gensmann auf die Bedeutung der Aufarbeitung, aber auch die Besprechung geltender Regeln. „Aber unsere Viertklässler sind sehr vernünftig und haben sich daran gehalten.“ 

Arbeitspläne besprechen, aufarbeiten und vertiefen

An den kommenden Schultagen wird es nun vorrangig darum gehen, die ausgegebenen Arbeitspläne zu besprechen, aufzuarbeiten und zu vertiefen. Denn nicht alle seien nach den sieben Wochen auf dem gleichen Stand oder könnten den Lernstoff bereits abrufen. Und: Ab der kommenden Woche werden auch die Viertklässler Teil des rollierenden Systems, da ab Montag auch alle anderen Grundschuljahrgänge wieder vor Ort sein werden – tageweise. Auch wenn die Vorbereitung sehr aufwändig und vieles zu berücksichtigen sei, fällt das Fazit Gensmanns für den „ersten“ Schultag positiv aus: „Es waren einfach alle froh, dass es wieder losgeht.“

Und das gilt auch für die Schüler und Lehrkräfte der Primusschule: „Heute Morgen ging alles ganz ruhig los, weil die Schüler unterschiedliche Eingänge genutzt haben. Das hat richtig gut geklappt“, spricht Schulleiterin Astrid Bangert allen ein großes Lob aus. Entgegen des pädagogischen Konzepts mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen werde nun jahrgangsweise in sechs Lerngruppe mit maximal zehn Schülern unterrichtet. 

Zufrieden mit Homeschooling

„Das gegenseitige Helfen fällt nun natürlich weg“, erklärt Bangert eine grundlegende Veränderung. „Das Homeschooling hat jedoch gut geklappt“, bilanziert sie. „Unser Konzept des selbstständigen Lernens kam unseren Kindern dabei zugute.“ Ein großes Lob spricht die Schulleiterin ihren Kollegen aus, die im Hinblick auf die Lernpläne und das Kontakthalten viel geleistet hätten. „Da bin ich ganz stolz drauf.“ 

Im Hinblick auf das rollierende System, das in der kommenden Woche startet und alle Jahrgänge einbindet, wird es auch an der Primusschule in erster Linie darum gehen, die Tagespläne zu besprechen, nachzuarbeiten und neue Aufgaben zu erstellen. „Natürlich ist das Lernen, ist der Unterricht anders. Aber trotzdem sind wir alle froh, dass es nun vor Ort und mit den Kindern wieder weitergeht.“ 

„Total disziplinierte“ Schüler in Halver

„Wir sind ganz stolz auf unsere Kinder und wie toll die dass gemacht haben“, zog in Halver an der Regenbogenschule der kommissarische Leiter, Daniel Riegel, die erste Bilanz nach der fast siebenwöchigen Corona-Pause an Halvers größter Grundschule. Fast schon überrascht waren Kollegen, wie „total diszipliniert“ die Viertklässler am Donnerstag in die Schule kamen und „ganz ruhig an ihre Plätze gingen“. 

Den Bewegungsdrang nach dem ersten Präsenzunterricht seit Langem konnten sie in der Pause ausleben. Aber Achtung: mit Abstand! Frisbee-Scheibe und Bälle waren das bevorzugte Gerät, um auch auf dem Schulhof die Abstände zu wahren, die mit den Markierungen im Gebäude und außerhalb bald in Fleisch und Blut übergegangen sein dürften. 

Wie es weitergeht am Pestalozziweg, erarbeitete das Kollegium am Donnerstag nach Schulschluss gemeinsam. Nach Weisung des Landes soll der Präsenzunterricht aller Voraussicht nach tageweise und rollierend erfolgen. Der Informationsfluss in Richtung der Eltern habe aber auch in der unterrichtsfreien Zeit funktioniert. Wie es in der kommenden Woche laufen soll, erfahren die Eltern über Schul-Homepage und E-Mail. 

Abstandsmarkierungen vor der Lindenhofschule.

Geklappt hat der ungewöhnliche Schulstart auch in der Lindenhofschule, und zwar „überraschend gut“, wie Schulleiterin Monika Lauterbach es schildert. Die Kinder seien gut vorbereitet und sehr diszipliniert gewesen, sagt sie auch mit Blick auf die Eltern, die den Schülern im Vorfeld Abstands- und Hygieneregeln erklärt hätten. Auch an der Mittelstraße waren im Vorfeld Zu- und Ausgänge sowie Abstandspunkte markiert worden, um den direkten Kontakt zu vermeiden. Die zeitliche Entflechtung der Lerngruppen in den Pausen und ein Bewegungsprogramm hätten einwandfrei funktioniert, sodass bei den Viertklässlern keine Auffälligkeiten zu verzeichnen waren. 

Rollierendes System ab Montag

Am Montag geht es weiter an der Lindenhofschule – dann aber wieder in den gewohnten altersgemischten Gruppen, in denen die Kinder mit ihren bekannten Mitschülern lernen, allerdings in Kleingruppen, was bedeutet, dass statt in Gruppen von 25 bis 26 Schülern Gruppen von acht, maximal neun Kindern gebildet werden, die dann tageweise Unterricht erhalten. Den Plan, wann Präsenzunterricht stattfindet und wann Homeschooling, erhielten die Eltern zeitnah. Schön und wichtig aus Sicht der Schulleiterin: „Die Kinder waren glücklich, sich in echt zu sehen.“

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