Schulstart am 23. April

Viele offene Fragen vor dem Schulstart

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In der kommenden Woche können die ersten Schüler zurück in die Schulen.

Halver/Schalksmühle - Wenn am kommenden Montag die Türen der weiterführenden Schulen in Halver und Schalksmühle geöffnet werden, dann vorerst nur für Lehrer und Schulträger.

Die sollen so drei Tage Vorlauf bekommen, um organisatorische und notwendige Bedingungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes schaffen zu können. 

Wenn am Donnerstag die Abiturienten und Abschlussjahrgänge zum Unterricht erscheinen, dann müssen mit Blick auf Schutzmaßnahmen, das Pausengeschehen und auch auf den Schülertransport einige Dinge geregelt sein. Das sorgt für ordentlich Gesprächsbedarf in den Rathäusern und Schulen der beiden Kommunen.

Blick nach Halver

„Uns wird in der nächsten Zeit viel Arbeit bevorstehen. Die machen wir auch gerne, nur wir brauchen ganz klare Richtlinien, an die wir uns halten müssen“, erklärt Bürgermeister Michael Brosch. Von der Landesregierung erhofft sich Brosch „einen klaren Input“. „Wir brauchen aus Düsseldorf Fleisch an den Knochen, um dementsprechend handeln zu können. Das fängt bei der Frage an, ob wir als Kommune dafür verantwortlich sind, Masken für die Schüler zu besorgen oder die Schüler beziehungsweise die Eltern selbst.“ Der Schülertransport müsse ebenso geregelt werden wie auch die Sicherstellung der benötigten Hygienemaßnahmen. 

Fraktionen fordern Hygieneschutzmaßnahmen

Dies fordern auch die Fraktionen von CDU, UWG, Bündnis 90/Die Grünen und FDP in Halver, die beim Bürgermeister einen Antrag auf sicher gestellte Hygieneschutzmaßnahmen an den Halveraner Schulen stellten. Darin zitieren die Fraktionen die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten wörtlich: „Jede Schule braucht einen Hygieneplan. Die Schulträger sind aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen vor Ort zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen.“ 

Die antragstellenden Fraktionen erbitten darüber hinaus, den Fraktionen im Rat der Stadt Halver bis spätestens Montag, 27. April, die Hygienepläne der Schulen sowie die Anzahl der vorhandenen Schutzausstattung zu übermitteln. 

Masken sind Thema in Schalksmühle

Bereits im Vorfeld hat sich die Gemeinde mit Fragen beschäftigt, die im Zuge einer Lockerung der Einschränkungsmaßnahmen an Schulen auftreten könnten. Es wurden bereits Atemschutz-Masken und Handdesinfektionsmittel bestellt. Doch wegen der schlechten Versorgungslage habe man noch keine Lieferung erhalten, hieß es bereits am Mittwoch aus dem Schalksmühler Rathaus. Zudem fragte man sich, wer das Lehrpersonal im Falle einer Maskenpflicht mit dem Schutzmaterial beliefere. 

Auch die möglichen Auflagen für den Schulbetrieb hat man im Rathaus bereits diskutiert. So sei etwa die langfristige Bereitstellung von Flächendesinfektionsmittel für den vermehrten Einsatz in Schulen noch nicht gewährleistet. Bürgermeister Jörg Schönenberg weist auf Anfrage daraufhin, dass für die beiden Schulen unterschiedliche Partner ins Boot geholt werden müssten. 

Noch nicht alle Fragen geklärt

Bei der Primusschule seien so auch Gespräche der Gemeinde als Schulträger und der Schulleitung mit der Bezirksregierung Arnsberg erforderlich, um Hygienestandards festlegen zu können. So auch bei der Frage einer Maskenpflicht. Wie diese Regelungen, die auf Grundlage der Anweisungen des Bildungsministeriums gefasst werden, konkret aussehen, werde sich in den kommenden Tagen aus den Gesprächen ergeben, sagt Jörg Schönenberg.

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