Gottesdienste und Gebet

Erste Gottesdienste am Sonntag - Gemeinden öffnen Türen

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Erster Gottesdienst nach Corona-Pause: In den katholischen Kirchengemeinden (Christus König) gibt es an diesem Wochenende drei Termine.

Halver/Schalksmühle - Bereits seit dem 1. Mai dürfen Kirchen, Gemeindezentren und Moscheen für Gottesdienste und Gebete mit Besuchern öffnen. In Halver und Schalksmühle nehmen die Gemeinden dieses Angebot nur zögerlich kann. Bisher gab es keinen Gottesdienst in den Kommunen. Das wird sich an diesem Wochenende ändern.

Die katholische Pfarrei Christus König feiert erstmals seit März wieder öffentliche Gottesdienste. Das teilt Pfarrer Claus Optenhöfel mit. „Sie sollen in allen Kirchen – in einfacher, reduzierter Form gestaltet sein“, heißt es. 

Daher gibt es in den Kirchen der Pfarrei – Christus König in Halver, St. Georg in Oberbrügge und St. Thomas Morus in Schalksmühle – fest nummerierte Sitzplätze. Den Besuchern wird empfohlen eine Schutzmaske zu tragen. Angehörige von Risikogruppen werden gebeten, auf die Gottesdienstteilnahme derzeit zu verzichten. 

Drei Messen der Pfarrei Christus König

Die Vorabendmesse findet in der Kirche St. Georg in Oberbrügge am heutigen Samstag, 9. Mai, ab 17 Uhr statt. Am Sonntag wird die Heilige Messe in Halver um 11 Uhr gefeiert, in Schalksmühle in dieser Woche abends um 18.30 Uhr. „An allen Kirchen wird es Ordner geben, die helfen, die nötigen Sicherheitsabstände und Hygieneregeln zu gewährleisten“, so Optenhöfel. 

Für die Gottesdienste (Christus König und St. Thomas Morus) am Sonntag war eine vorherige telefonische Anmeldung erforderlich. Die Online-Impulse zum Sonntag, die es in den vergangenen Wochen gab, werden weiter geführt, „um auch denjenigen, die nicht zur Kirche kommen können, etwas anzubieten“. 

Nach sieben Wochen zurück in der Erlöserkirche

Nachdem Pfarrer Torsten Beckmann bereits in der vergangenen Wochen das Erarbeiten eines Schutzkonzeptes ankündigte, gibt es nun auch Ergebnisse in der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück. Nach sieben Wochen findet auch in der Erlöserkirche am morgigen Sonntag, 10. Mai, wieder ein Gottesdienst mit Besuchern statt. Beginn ist um 10 Uhr. „Wir freuen uns, dass sich nun wieder Menschen in unserer Kirche versammeln können“, sagt Beckmann. 

Die Erlöserkirche im Ortskern von Schalksmühle.

Dafür haben die Verantwortlichen das Schutzkonzept entwickelt, „denn von unserer Gemeinschaft im Gottesdienst soll Stärkung ausgehen und keine neue Ansteckungsgefahr“, sagt der Pfarrer. Folgende Regeln sind zu beachten: Der Abstand zwischen zwei Personen beträgt zwischen 1,5 und 2 Metern in jede Richtung, entsprechend sind die Plätze in der Kirche markiert. Wer zu einem Haushalt gehört, darf näher zusammenrücken. Die Plätze werden von Mitarbeitern zugewiesen. Die Emporen bleiben geschlossen. Auf diese Weise reduziert sich die Zahl der Plätze auf 80. Das Betreten und Verlassen der Kirche erfolgt durch zwei verschiedene Türen. Vor der Kirchentür werden Besucher aufgefordert, ihre Hände zu desinfizieren. Die Besucher werden in eine Liste eingetragen, die nach vierwöchiger Aufbewahrung vernichtet wird. 

Maskenpflicht im Gottesdienst

Es gibt eine Maskenpflicht. Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt. Es gibt kein gemeinsames Singen, auch die Posaunenchöre kommen nicht zum Einsatz. Das Abendmahl entfällt. 

„Ein zeitiges Erscheinen vor Gottesdienstbeginn kann dabei helfen, die Einlassphase zu entzerren“, sagt Beckmann. Ergänzend zu den Sonntagsgottesdiensten gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, die offene Erlöserkirche aufzusuchen: dienstags 18 bis 19 Uhr und donnerstags (außer an Feiertagen) 10 bis 12 Uhr. 

Die türkische-islamische Gemeinde in Halver öffnet die Türen ihrer Moschee auch wieder – allerdings nur für die fünf Gebetszeiten am Tag, „um das gemeinsame Gebet mit der Gemeinschaft zu verrichten“, teilt Fatma Günal vom Vorstand der Gemeinde mit. 

Dabei gelten bestimmte Regeln: Maximal 30 Personen dürfen auf einmal hineingelassen werden. Besucher müssen die Moschee direkt nach dem Gebet wieder verlassen. Für das Gebet werden die Bereiche markiert, sodass ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Es werden Desinfektionsmittel bereitgestellt, am Eingang müssen die Hände desinfiziert werden. Außerdem gilt eine Maskenpflicht.

 Jeder Besucher muss zum Gebet seinen eigenen Teppich mitbringen. Personen mit Krankheitssymptomen sowie Kinder unter zwölf Jahren dürfen die Moschee in der aktuellen Corona-Krise nicht betreten. Die Waschräume und Toiletten bleiben geschlossen. Regelmäßige Reinigungen und Desinfektion müssen vonseiten der Gemeinde durchgeführt werden. Auch eine Anwesenheitsliste wird vom Koordinatsrat der Muslime vorgeschrieben. 

Kein Gottesdienst in Heedfeld an diesem Sonntag

Die Evangelische Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld nimmt an Christi Himmelfahrt, 21. Mai, die Präsenzgottesdienste auf. Anders als gewohnt, findet der Himmelfahrtsgottesdienst diesmal nicht im Freien, sondern in der Heedfelder Kirche statt. Beginn ist um 10 Uhr. Die Predigt hält Pfarrerin Doris Korte. Wie vorgeschrieben, bleibt die Empore geschlossen. Auch gemeinsamer Gesang entfällt. Die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienstfeier übernehmen stattdessen die Kirchenmusiker. Zudem besteht Maskenpflicht. 

Um wieder öffentliche Gottesdienste veranstalten zu können, hat die Gemeinde ein Hygieneschutzkonzept erarbeitet, das allerdings noch abgesegnet werden muss. Solange keine Gruppen und Kreise stattfinden, hält die Evangelische Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld überdies ihr Angebot der offenen Kirche aufrecht. Täglich besteht von 17 bis 18.30 Uhr Gelegenheit, in der Kirche zu beten, eine Kerze anzuzünden und Impulse in Form von Gebeten, Psalmen, Bildern und kleinen Meditationen mitzunehmen. 

FeG Halver entwickelt Hygienekonzept

Bis auf Weiteres finden in der Freien evangelischen Gemeinde Halver keine Gemeindeveranstaltungen und damit auch keine Präsenzgottesdienste statt. Wie Pastor Thorsten Begerau erläutert, hat die Gemeinde eine Arbeitsgruppe gebildet, die ein Hygieneschutzkonzept erarbeitet, um wieder öffentliche Gottesdienste anbieten zu können. Wann der erste Präsenzgottesdienst möglich ist, kann er noch nicht sagen. Als Ermutigung stellt die Gemeinde „Das Wort zum Beten“ und Predigten online. 

In der Freien evangelischen Gemeinde Schalksmühle findet an diesem Sonntag noch kein Vor-Ort-Gottesdienst statt. Pastor Sebastian Göpfert hofft, ab Ende Mai mit einem öffentlichen Gottesdienststream online gehen und Präsenzgottesdienste ermöglichen zu können. Diesbezügliche Planungen haben begonnen.

Nur digital in der FeG Bever

Bis auf Weiteres trifft sich auch die Freie evangelische Gemeinde Bever nur digital. Vor Ort findet am Sonntag kein Gottesdienst statt. Laut Pastor Johann Schick ist die Gemeinde mit der Erarbeitung eines Hygieneschutzkonzepts befasst, damit Ende Mai/Anfang Juni wieder Präsenzgottesdienste angeboten werden können. Nach wie vor wird der wöchentliche Video-Gottesdienst sonntags online gestellt. 

In der Evangelischen Kirchengemeinde Halver wird es noch keinen Gottesdienst mit Besuchern in der Nicolai-Kirche geben. Heike Esken, Vorsitzende des Presbyteriums, teilte bereits in der vergangenen Woche mit, dass derzeit ein Schutzkonzept von einem extra gegründeten Arbeitskreis erarbeitet werde. Erst am 25. Mai, bei der nächsten Sitzung des Presbyteriums, werde über öffentliche Gottesdienste entschieden. Bis dahin gibt es jeden Sonntag, auch morgen, weiterhin Gottesdienste im Live-Stream auf Youtube. Ab 10 Uhr werden sie übertragen.

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