Coronavirus im MK

"Nichts böses im Schilde geführt" - Notversorgung geht buchstäblich nach hinten los

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Der Versuch der Raiffeisengenossenschaft an der Frankfurter Straße in Halver, für die Kunden eine Notversorgung mit Toilettenpapier sicherzustellen, ist sprichwörtlich nach hinten losgegangen.

Halver - Zwölf Rollen Klopapier zum Preis von 12,99 Euro waren am Donnerstag Aufregerthema für Kunden vor Ort und im Internet. Ein Post über angebliche sechs Rollen zu diesem Preis auf Facebook löste eine Flut wütender Kommentare aus. Geschäftsführer Marius Scholten stand ebenso wie die Mitarbeiter des Marktes erkennbar ratlos vor dem blitzartig aufgetretenen Image-Schaden. 

Was war passiert? Scholten erklärt es im Gespräch mit uns: Ein Mitarbeiter des Marktes sei beauftragt gewesen, Toilettenpapier zu beschaffen. Ein Preislimit sei nicht gesetzt gewesen. Was er gefunden habe, sei, so formuliert es Marius Scholten, „extrem teuer im Einstand“ gewesen. Konkret nennt er einen Betrag von 11 Euro. Den habe man in Kauf genommen, um Kunden im absoluten Notstand Hilfe anbieten zu können. 

"Wir haben wirklich nichts Böses im Schilde geführt"

Im Nachhinein, sagt der Marktchef, sei es wohl ein Fehler gewesen, die Ware überhaupt zu platzieren. Die Kolleginnen und Kollegen an der Kasse sollten zudem die Kunden aufklären, wie es zum Spitzenpreis für das begehrte Produkt gekommen sei, das beim Discounter in der Regel für unter 4 Euro übers Band gehen dürfte. „Wir haben überlegt, die Packungen aufs Lager zu stellen und nur auf Anfrage herauszugeben“, sagt Marius Scholten, völlig zerknirscht aufgrund der Außenwirkung der vermeintlichen Rettungspakete. „Wir haben wirklich nichts Böses im Schilde geführt!“, erklärt der Geschäftsführer.

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