Friseure ab dem 4. Mai geöffnet

Friseure öffnen wieder - „Ich habe keine Berührungsängste“

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In der Tanke wird zum Beispiel ab dem 4. Mai wieder frisiert.

Halver/Schalksmühle – Der Wunsch vieler Leute wird am 4. Mai wahr – die Friseure dürfen unter strengen hygienischen Auflagen wieder öffnen. Die Läden waren über einen Monat geschlossen, dementsprechend groß dürfte der Andrang sein.

Die Geschäfte müssen bei der Einhaltung der Hygienemaßnahmen jedoch einiges beachten. Im Schalksmühler SG-Haarstudio von Julia Schmidtke laufen die Vorbereitungen für den Tag der Wiedereröffnung bereits auf Hochtouren. In einer langen Mitteilung auf ihrer Homepage und im sozialen Netzwerk Facebook teilte sie ihren Kunden bereits mit, welche Veränderungen im Zuge der Corona-Krise auf vorgenommen wurden. 

Coronavirus in Halver: Kunden sollten Mundschutz haben 

Es dürfen keine Begleitpersonen mitgebracht werden, zudem können Kunden nur nach vorheriger Terminabsprache erscheinen, um eine zu große Personenzahl im Ladengeschäft zu vermeiden. Nach jedem Kunden wird sowohl der Bedienungsplatz als auch sämtliches benutztes Werkzeug gesäubert und desinfiziert. Die Umhänge und Handtücher werden täglich bei 60 Grad gewaschen. Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt. 

„Um den Mindestabstand zu wahren, dürfen sich maximal vier Kunden in unserem Laden aufhalten“, erklärt Schmidtke, die für die erste Maiwoche „bereits zahlreiche Anmeldungen“ vorliegen hat. Sie kann den Ansturm allerdings gut einschätzen: „Ich wurde bereits über sämtliche Kanäle kontaktiert. Gerade für Männer war es eine sehr lange Zeit ohne Friseur. Aber ob sich die Zahl der hohen Anfragen hält, bleibt abzuwarten. Es ist eine Wundertüte.“ Im Salon selbst herrscht Maskenpflicht. „Für Notfälle halten wir einige Masken bereit, die wir zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen“, sagt die Friseurmeisterin. Auch für sie wird es zunächst ein ungewohntes Arbeiten: „Das wird schon eine schwierige Angelegenheit. Da stellen sich auch einige Fragen, beispielsweise wie beim Haarewaschen die Maske getragen werden soll und auch beim Schneiden um die Ohren.“

Für ältere Kunden ein Kommunikationsort 

Dennoch freut sich Schmidtke auf die Wiedereröffnung. „Natürlich hat man ein wenig Angst vor der Situation. Aber wir sind froh, dass es wieder losgeht.“ Auch bei Martina Asbeck überwiegt die Vorfreude. Die Inhaberin des Halveraner Salons Die Tanke und von Le Petit in Schalksmühle sieht die Sache auch mit einer Prise Humor. „Durch die Maskenpflicht müssen wir uns zumindest nicht schminken“, witzelt Asbeck, die auch aus gesellschaftlicher Sicht die Wiedereröffnung der Friseurläden als wichtig ansieht. „Gerade für die älteren Leute ist es wichtig, dass unsere Läden wieder öffnen. In Schalksmühle habe ich einen festen Stamm älterer Kunden. Der Friseurbesuch ist in dieser Generation eine Art Stammtischbesuch. Ein Kommunikationsort, der in der letzten Zeit weggebrochen ist.“ Finanziell wird es für Asbeck trotz der Wiedereröffnung Einbußen geben. 

Durch das Säubern und Desinfizieren der Arbeitsmaterialien nach jedem Kunden gehe Zeit von der Uhr, die vorher bereits mit dem nächsten Haarschnitt verbracht wurde. Ängste hat die Friseurmeisterin vor der Wiederöffnung nicht: „Ich habe keine Berührungsängste. Wir schützen uns, so gut es geht. Aber ich möchte nicht ein Jahr lang eine Maske tragen.“

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