Laternen basteln, Mini-Umzüge und Singen vor Seniorenzentren

Corona zum Trotz: Viele Ideen zu St. Martin in den Kitas

Nur wenige Laternen werden in diesem Jahr auf den Straßen zu sehen sein: Die Kitas feiern in kleinerem Rahmen als gewöhnlich St. Martin.
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Nur wenige Laternen werden in diesem Jahr auf den Straßen zu sehen sein: Die Kitas feiern in kleinerem Rahmen als gewöhnlich St. Martin.

Martinsumzüge wurden abgesagt. Aber was machen die Kitas in Halver mit den Kindern stattdessen? Wir haben nachgehört und sind auf viele kreative Ideen gestoßen.

Knapp vier Wochen sind es noch hin, bis St. Martin gefeiert wird. Vor allem in Kindergärten ist das Fest normalerweise eine große Aktion. An einen Tag wie man ihn kennt ist jedoch nicht zu denken. Das Gros der Halveraner Kitas haben sich gemeinsam dazu entschlossen, in diesem Jahr keinen klassischen St.-Martins-Umzug zu veranstalten. Stattdessen aber versuchen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten, den Kindern trotzdem ein schönes Fest zu bereiten.

In der DRK-Kita Juno sind die Mitarbeiter momentan in den Vorbereitungen, um mit den Kindern Laternen zu basteln. Das machen immer im Wechsel von Jahr zu Jahr entweder die Eltern mit ihren Kindern oder die Erzieher. In diesem Jahr wären eh die Erzieher an der Reihe gewesen, sagt Leiterin Petra Gelhart. Im vergangenem Jahr waren die Eltern zum Basteln in der Kita – was in diesem Jahr nicht möglich gewesen wäre. Aber nur Laternen zu basteln reicht nicht, sagt Gelhart. „Die Laternen müssen auch zum Einsatz kommen.“ Dafür feiert jede Gruppe zu verschiedenen Zeiten ihr ganz eigenes Lichterfest. Die Gruppe, die vormittags feiert, wird die Jalousien herunterlassen und die Gruppe mit den Laternen erleuchten. Gemütlich wird es mit Kakao und Stuten.

Die größeren Kinder werden auch einen Weg mit ihren Laternen laufen dürfen. In kleinen Gruppen werden sie zum Haus Waldfrieden gehen, wo sie die Senioren an den Fenstern bereits erwarten werden. Vor den Zimmern werden die Kindergartenkinder mit ihrer Laterne in den Händen singen. „Ich hoffe, dass das für jeden ein schönes Erlebnis wird“, sagt Petra Gelhart. „Die Kollegen haben sich wirklich schöne Sachen einfallen lassen.“ Die Kinder wollen ein Fest, sagt die Leiterin. Es würden besondere Tage. Auch dann, wenn die Eltern nicht dabei sein können. „Dieses Jahr ist alles anders, aber trotzdem werden die Kinder eine schöne Zeit haben, und darum geht es.“

An drei Nachmittagen wird im Familienzentrum St. Nikolaus St. Martin gefeiert. Jede Gruppe feiert ihr eigenes Fest im kleinen Rahmen. Mit selbst gebastelten Laternen werden auch die Kinder einen kleinen Weg mit ihren Laternen gehen. Von der Kita wird es Richtung Seniorenzentrum Bethanien gehen. Auch hier wollen die Erzieherinnen mit den Kindern den Senioren eine Freude machen und vor der Einrichtung Lieder singen. Wieder in der Kita angekommen, wird es für alle eine große Brezel geben, die geteilt wird, sowie selbst gemachten Kinderpunsch. „Ein Mini-Umzug“, wie ihn Leitung Angelika Szymik nennt.

Noch ist in der Kita Wunderland nicht ganz geklärt, wie St. Martin gefeiert werden soll. Der Umzug durch Oberbrügge ist bereits abgesagt worden, aber ganz auf einen Spaziergang mit Laternen möchte man nicht verzichten. Geplant ist, dass mehrere kleine Umzüge zu verschiedenen Zeiten stattfinden. Kinder und Eltern sollen zusammen daran teilnehmen können. Abgeklärt werden muss das jedoch noch mit dem Ordnungsamt. Geplant ist noch mehr, aber die Details sollen eine Überraschung sein, sagt Kathrin Teipel. Die Erzieherin hofft, dass es von der Stadt die Erlaubnis für die Pläne sind. Ansonsten werde man dennoch versuchen, den Kindern ein schönen St. Martin zu gestalten.

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