Sorgen wegen Corona-Impfung

Corona: Sorge um Weg zum Impfzentrum - in Halver gibt‘s eine Lösung

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Sorgen der Halveraner: Das Seniorenzentrum Bethanien ist mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus durch (Foto). Ü80-Jährigen, die nicht in einem Pflegeheim leben, steht diese Möglichkeit noch bevor – im Impfzentrum Lüdenscheid. Doch wie kommen sie dorthin?

Die Stadt Halver sucht dringend nach Möglichkeiten, Menschen, die nicht mobil sind, die Chance zum Impfen zu eröffnen. Dabei geht es um den Weg zum Impfzentrum nach Lüdenscheid. Und hat da auch schon einige Ideen.

Halver – Die Stadt Halver hofft bei der Lösungsfindung auch auf Bürger, die ein Fahrzeug und die zeitliche Möglichkeit haben, die nun zunächst zu impfende Risikogruppe der über 80-Jährigen nach Lüdenscheid ins Impfzentrum zu fahren.

Die gute Nachricht erreichte die Stadt vom Märkischen Kreis zunächst am Mittwoch: Die Anschreiben bezüglich der Impfmöglichkeit für die Generation 80 plus mit Stichtag bis einschließlich 31. Januar würden jetzt verschickt, verbunden mit einer Fülle an Informationen rund um die Impfung, Anreise und notwendige Dokumente, so Bürgermeister Michael Brosch.

Terminvergabe ab dem 25. Januar

Eine Terminvergabe beziehungsweise -vereinbarung sei erst ab dem kommenden Montag, 25. Januar möglich. Sie sollte möglichst online erfolgen unter www.116117.de, da es bei der telefonischen Anmeldung unter Tel. 0800/11611702 anfangs zu Wartezeiten kommen dürfte.

Das für Halver zuständige Impfzentrum befindet sich in der Schützenhalle in Lüdenscheid, Reckenstraße 6. Die Anfahrt muss selbst organisiert werden. Sollte dies im Einzelfall zu teuer sein, kann möglicherweise die eigene Krankenkasse helfen, dies ist individuell zu klären.

Die Stadt macht sich Sorgen

Sorgen mache man sich im Halveraner Rathaus aber über diejenigen aus der Altersgruppe, die allein leben oder in der Mobilität eingeschränkt sind, sagt Brosch weiter.

Die Stadt selbst kann mit eigenen Mitteln einen Fahrdienst nicht anbieten, ist aber beim DRK in Halver auf offene Ohren gestoßen. An zwei Vormittagen und zwei Nachmittagen könnte das DRK voraussichtlich einen Fahrdienst anbieten. Das wären dann aber ausschließlich „Problemlöser“ für genau die genannten Fälle, die aus eigener Kraft den Weg nach Halver nicht schaffen würden. Denn der Weg mit dem Öffentlichen Nahverkehr hat es in sich: 53 Minuten dauert die Fahrt von Halver zum Sauerfeld mit der Linie 134 nach Lüdenscheid und mit dem Anschlussbus 48 bis zur Reckenstraße. Fahrtkosten: 4,20 Euro kostet die Einzelfahrt, 8,40 Euro somit der Weg hin und zurück.

Wir möchten nicht, dass jemand deswegen nicht geimpft wird, weil er den Weg zum Impfzentrum nicht schafft.

Bürgermeister Michael Brosch

Die Koordinierungsfunktion in Halver übernimmt Claudia Wrede, Leiterin des Bürgerzentrums in Halver. Wer in der Lage ist, jemanden nach Lüdenscheid zu bringen beziehungsweise abzuholen, sollte sich bei ihr melden unter Tel. 0 23 53/7 31 49 oder per E-Mail an c.wrede@halver.de. Das gleiche gilt für diejenigen, die dringend auf eine solche Hilfe angewiesen sind. Claudia Wrede werde Angebot und Nachfrage zwischen Privatfahrern, DRK und Hilfesuchenden koordinieren.

„Wir möchten nicht, dass jemand deswegen nicht geimpft wird, weil er den Weg zum Impfzentrum nicht schafft“, sagt Bürgermeister Michael Brosch.

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