Geschäfte nehmen Betrieb wieder auf - Unsicherheit bei Kunden und Händlern

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Freut sich auf den Normalbetrieb: Stavros Bosilidis und sein Team bei Bosicom an der Frankfurter Straße.

Darf man öffnen? Oder muss man Termine vereinbaren? Sind es jetzt 10 oder 20 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde? Die Lage ist ein bisschen unübersichtlich, was die Lockerungen für den Einzelhandel angeht.

Halver – Die Geschäfte sind angelaufen oder laufen langsam hoch. Das ist die frohe Botschaft für die Händler und insbesondere für ihre Kundschaft, denn die letzten Monate waren bitter.

Stavros Bosilidis ist heilfroh, endlich in den Normalbetrieb zurückkehren zu können. Ganz geschlossen hatte er sein Geschäft Bosicom im Lockdown nicht. Schließlich ist Bosilidis auch zuständig, wenn es um Störungen geht. Doch der Verkauf ruhte, Halbtagsbetrieb an der Frankfurter Straße reichte aus. Sein Sonnenstudio nebenan blieb und bleibt ebenfalls dicht. Stavros Bosilidis kann’s nicht verstehen. „Ich schalte die Bänke aus 30 Meter Entfernung mit dem Handy“, sagt er. „Da ist null Kontakt.“

Auf Info-Tour: Tanja Jung vom Ordnungsamt berät und schaut nach dem Rechten.

Ein echter Strom an Kunden ist in der Innenstadt nicht zu beobachten. Dass man in Halver wieder einkaufen kann, wenn auch unter Abstands- und Hygienevorgaben und Registrierungspflicht, das hat sich noch nicht so rumgesprochen.

Shoppen mit Termin

Alisa Kannapin wird wieder zu den normalen Öffnungszeiten zurückkehren. Zurzeit läuft’s aber noch über die telefonische Terminvereinbarung. „Die Kunden melden sich telefonisch“, dann werde ein Zeitfenster vereinbart. Immerhin: ein Fortschritt zu den letzten Wochen und Monaten, als keiner in ihre Boutique Lene durfte. Der Online-Shop habe den direkten Verkauf nicht annähernd ersetzen können. Jetzt können die Kunden wenigstens wieder nach Auswahl und nach Größen in Regalen und an Ständern gucken.

Lichtblick.

Im Erdgeschoss des Hauses arbeitet nebenan auch Friseurmeisterin Nicoletta Privitera. Da bietet sich der Doppelpass an: Termine hintereinander für neue Klamotten und endlich wieder eine Frisur, die man als solche bezeichnen kann – nicht alles ist schlecht am Termingeschäft.

Noch nicht ganz sicher, ob sie überhaupt aufmachen darf, war sich beim Stadtrundgang Olga Willer. Im Fachgeschäft für Elektroartikel herrschte noch ein wenig Unsicherheit. Sie wolle gleich noch mal bei der Stadt anrufen, sagt sie vorsichtshalber, obwohl Tanja Jung vom Ordnungsamt sie beruhigt: „Die anderen machen auch alle auf“, sagt die Politesse auf ihrem Gang durch die Stadt, bei dem sie die Einzelhändler über die Erlasslage informiert.

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