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Corona: Viele positive Fälle - Testzentrum macht weiter

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Von: Florian Hesse

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Das DRK Halver hält das Testzentrum weiter offen.
Das DRK Halver hält das Testzentrum weiter offen. © Florian Hesse

Keine „anlasslosen Tests“ mehr an Schulen und am Arbeitsplatz. Volle Stadien und kaum noch Maskenpflicht. NRW macht sich locker. Das DRK in Halver macht’s nicht. Es wird weiter getestet an der Thomasstraße, und zwar mit einem besorgniserregenden Erfolg.

Halver - Mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen verbunden ist ein massiver Rückgang der Testungen auf etwa die Hälfte. 4500 Tests waren es noch im März beim DRK in Halver. Mit etwa 2000 bis 2200 rechnet Rotkreuzleiter Werner Neuhoff für den Monat April.

Die Größenordnungen stimmen Neuhoff nachdenklich, denn Positive gibt es noch genug. An den beiden Tagen nach Ostern gab es 240 Tests, 40 davon waren positiv – mithin jeder sechste. Die offiziellen Inzidenzzahlen, in Halver am Mittwoch bei 1092,62, hält er inzwischen „für nicht mehr belastbar“. Wer jetzt noch zum Testen in die DRK-Unterkunft komme, mache das aus allgemeiner Vorsicht oder Rücksicht – oder weil er mögliche Symptome verspüre. Viele Menschen, so seine Befürchtung, täten aber eine Symptomatik vielleicht als Erkältung ab und seien damit ungetestet weiter in der Öffentlichkeit unterwegs.

Für die Hilfsorganisation, die zusammen mit dem Pflegedienst Pflegeleicht das Testzentrum neben dem Halveraner Rathaus betreibt, ist die aktuelle Lage Anlass, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Auf die rückläufigen Testzahlen allerdings stellt man sich ein.

Bis Ende Juni werde auf jeden Fall weiter getestet, sagt Neuhoff auf Anfrage unserer Redaktion. Dabei behält man sich allerdings vor, die Zeiten zu reduzieren. Und bereits jetzt werde der Betrieb mit zwei statt bisher drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefahren. Sinke die Nachfrage weiter, sei das auch mit einer Kraft vorstellbar.

Ob das dann weiter im DRK-Gebäude der Fall sein wird, ist derzeit offen. Er hoffe auf ein Einvernehmen mit der Stadtverwaltung, einen Mietcontainer vor dem Gebäude auf dem Parkplatz aufstellen zu können, perspektivisch möglicherweise auch als Drive-in. Das könne die Hilfsorganisation entlasten, die ihren Schulungsbetrieb seit Monaten ausgelagert hat – abwechselnd in die Fahrzeughalle oder ins Bürgerzentrum.

Eine Einstellung des Testbetriebs ist Werner Neuhoffs Einschätzung nach höchst unwahrscheinlich, allenfalls ein Zurückfahren in einen „Stand-by-Modus“, um das Zentrum sofort wieder hochfahren zu können. Die bange Frage sei aus seiner Sicht: „Was passiert im Herbst?“

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