Eine Ausnahme gibt es vielleicht

Corona-Sorgen zu St. Martin: Viele Kitas im MK verzichten auf große Laternenumzüge

Kinder halten ihre Laternen an einem Sankt Martinsumzug in Händen.
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Solche Bilder von Laternenumzügen wird es in Halver wieder geben. Jede Kita handhabt St. Martin anders. (Symbolbild).

In den Kitas der Stadt wurde bereits überwiegend damit begonnen, mit den Kindern Laternen zu basteln. St. Martin steht vor der Tür. Wie wird das Fest im November gefeiert?

Halver/Oberbrügge – Auch mit Lockerungen und Möglichkeiten, verzichten die meisten Einrichtungen auf Feste, wie sie vor der Corona-Pandemie waren. In Oberbrügge überlegt man jedoch, sowohl den Martinsmarkt, als auch den Umzug durchs Dorf stattfinden zu lassen. Ein Überblick.

In der DRK-Kita Juno wird man sich wie im vergangenen Jahr auf Lichterfeste innerhalb der einzelnen Gruppen konzentrieren. Die Erfahrungen aus 2020 zeigen, dass die Kinder auch ohne großen Umzug eine schöne und gemütliche Zeit hatten, wie Leiterin Petra Gelhart sagt. Mit Blick auf viele kleine Kinder unter zwei Jahren sei ein kleiner Rahmen zudem angenehmer. Hätte man sich für einen Umzug entschieden, hätte vieles organisiert und geplant werden müssen. Doch bereits im Sommer habe man sich in der Kita gegen einen Umzug entschieden. „Wir haben gesagt, das risikieren wir erst gar nicht.“ Die Zeiten waren ungewiss, keiner konnte wissen, was im Herbst für Regeln gelten. Bevor die Kita wieder alles hätte absagen müssen, hat man sich gleich für die kleinere Alternative entschieden.

Auch die evangelischen Kitas Pusteblume und Spatzennest verzichten auf einen Umzug, wie vor Pandemiezeiten. Wie im vergangenem Jahr wird es aber einen kleinen Umzug geben. „Mit und für Kinder“, sagt Monika Leitzbach, Leiterin der beiden Einrichtungen. Auch in diesem Jahr werde auf Eltern verzichtet und nur mit den Kindern gefeiert. Dieses Jahr dürfen die Gruppen wieder durchmischt werden, sagt Leitzbach. Gemeinsam wird mit den Kindern der Weg zur Kirche aufgenommen, wo 2020 erstmals die Aktion „Wir teilen ein Licht“, wiederholt werden soll. Selbst gebastelte Windlichter werden dann wieder auf die Bank an der Nicolai-Kirche aufgestellt. Jeder, der vorbeikommt, darf sich dann ein Glas mitnehmen.

Ein bisschen mehr traut man sich im Awo-Familienzentrum Wundertüte. Die Einrichtung, die 110 Kinder besuchen, wird einen Umzug rund um die Einrichtung und das Schulzentrum unternehmen. Erlaubt sind hier auch Eltern, allerdings sonst niemand. Keine Nachbarn, Freunde oder weitere Angehörige. Der Kreis soll eng gehalten und die einzelnen Kita-Gruppen mit ihren Eltern voneinander getrennt werden. Gelten wird die 3G-Regel, sagt Leiterin Sibylle Haberland. Eine Ausgabe von Martinsbrezeln soll in den Gruppen erfolgen. „Wir werden nicht so tun, als wäre alles vollkommen normal.“ Das sei es nämlich nicht, aber Möglichkeiten wolle man nutzen. Details werden auf einer Elternbeiratssitzung noch geklärt. In einer vorangegangenen Sitzung hatte man sich bereits für eine Umzug im Rahmen der Möglichkeiten ausgesprochen. Abschließend entschieden wird nach den Herbstferien. Erst wolle man abwarten, was sich noch verändert, wie Sibylle Haberland erklärt.

Die katholische Kita St. Nikolaus steckt mitten in den Planungen. Am Mittwoch findet ein Gespräch statt, wo endgültig entschieden werden soll, wie die Einrichtung St. Martin feiert.

Wie Kristian Hamm, Geschäftsführer der Sentiris gGmbh, sagt, wird es in der Kita Wunderland in Oberbrügge auch in jedem Fall ein Fest anlässlich des Martinstages geben. Vorgesehen ist es, in diesem Jahr wieder den traditionellen Martinsumzug in Oberbrügge sowie den Martinsmarkt stattfinden zu lassen. Am Dienstagabend gab es dazu ein Treffen mit ortsansässigen Vereinen und Mitwirkenden, wie Hamm sagt. Dann wird sich entscheiden, ob die Veranstaltung durchgeführt wird, und wenn ja, wie. In einer Laternenwerkstatt werden die Kinder der Kita Wunderland mit ihren Väter oder Großvätern Laternen basteln. Wo sie die genau ausführen, wird sich in diesen Tagen entscheiden. Bei Redaktionsschluss stand die endgültige Entscheidung noch nicht fest. Große Zweifel hatte Kristian Hamm allerdings nicht.

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