Halver

Wegen Corona: Halveraner Ehepaar gestrandet in Kathmandu

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Rückkehr nach 27 Jahren: Bereits als Studenten waren Roger und Jutta Gillmann in Nepal unterwegs. Die Art des Wiedersehens war jetzt aber weitaus ungewöhnlicher als gedacht.

Halver – Es sollte ein unvergessliches Wiedersehen werden – unvergesslich wird ihre Reise aber nicht zuletzt wegen der Corona-Krise sein: Im Februar machten sich Jutta und Roger Gillmann auf den Weg Nepal, wo sie bereits vor 27 Jahren als Studenten unterwegs waren. Viele Eindrücke konnte das Halveraner Paar bereits sammeln – doch die Rückreise nach Deutschland, die nun früher als gedacht stattfinden soll, verzögert sich immer weiter.

Die Gillmanns sind auf dem „Dach der Welt“ gestrandet. Das Kathmandu-Tal, das Annapuma-Gebiet und Rafting auf dem Trisuli River, auch der Besuch des Chitwan-Nationalparks stand für das Ehepaar bereits an. Weiter führte sie die Route in den Norden Thailands, wo die Gillmanns zwei Wochen verbrachten. 

Von dort aus ging es auf die Insel Kho Kood an der Grenze zu Kambodscha, ehe ein fünfwöchiger Aufenthalt in Nepal mit Wanderungen und der Besteigung des 5300 Meter hohen Gokyo Ri geplant war. Ursprünglich sollten dann noch ein paar Tage im Kathmandu-Talverbracht werden, ehe im Süden Thailands Entspannung beim Baden und Schnorcheln anstanden. Eigentlich. 

Coronavirus in Halver: Ehepaar mittlerweile wieder in Nepal

Seit Donnerstag ist das Ehepaar nun aber bereits wieder in Nepal, um verständlicherweise aufgrund des Coronavirus schnellstmöglich nach Deutschland zurückkehren zu können. Drei Tage wartete das Ehepaar in Lukla, dann ging es mit dem Flieger nach Kathmandu. Ziel: der Anschlussflug über das Rückholprogramm der deutschen Bundesregierung. Aber: „Der Flieger war zu dieser Zeit leider bereits in der Luft“, schreibt Jutta Gillmann aus dem fernen Nepal. „Trotzdem sind wir dankbar, jetzt in Kathmandu zu sein. Die nepalesische Regierung versucht, viel zu organisieren“, so Gillmann weiter. Vor Ort gebe es viele Betroffene. 

„Wir haben so viele humorvolle und interessante Leute getroffen“, schreibt Gillmann. Das Virus habe natürlich auch Nepals Hauptstadt fest im Griff. „Eigentlich ist es hier total quirlig, Unmengen von Leuten fahren, hupen oder verkaufen. Nepali bringen Opfergaben an die vielen Tempel und überall bimmeln Glöckchen.“ Ganz anders ist die Situation im Augenblick: „Jetzt ist es hier still, man hört die Vögel. Alle Geschäfte sind zu. Abends zwischen 17 Uhr und 19 Uhr haben kleine Supermärkte, Apotheken und Gemüsestände geöffnet.“ 

Draußen ist das Tragen eines Mundschutzes Pflicht. Die gebürtige Niederrheinerin nimmts mit Humor. „Verhungern müssen wir nicht, auch ein kaltes Bierchen gibt’s“, schreibt sie. Im Moment brauchen Jutta und Roger Gillmann allerdings noch viel Geduld. Seit Sonntag steht fest, dass auch der für heute geplante Rückflug nicht stattfinden kann. Letzte Info zum möglichen Rückreisetermin: „Zum Wochenende...“

Weitere Informationen gibt es hier in unserem Corona-MK-Ticker.

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