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Corona: Mahnwache und Spaziergang friedlich nebeneinander

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Von: Florian Hesse

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110 Teilnehmer zählte die Mahnwache für die Opfer der Corona-Pandemie.
110 Teilnehmer zählte die Mahnwache für die Opfer der Corona-Pandemie. © Hesse, Florian

Es war ein stilles Gedenken mit mehr als 500 Grablichtern zwischen Rathaus, Spielplatz und Villa Wippermann. Auf dem Rathausparkplatz hatten sich hingegen etwa gleich viele Gegner der Corona-Maßnahmen zum Spaziergang versammelt. Am Ende, um etwa 19 Uhr, ging alles friedlich zu Ende.

Halver - Mit 110 gab die Polizei die Teilnehmerzahl der Mahnwache an, mit 105 die Zahl derer, die durch die Stadt marschierten. Damit sei man zufrieden, sagten Matthias Clever und Kristian Hamm, die im Namen aller Fraktionen im Halveraner Rat auf die Mahnwache aufmerksam gemacht hatten und als Veranstalter gegenüber Kreispolizei und Stadt Halver die Verantwortung übernommen hatten.

Zum sechsten Mal hatten sich Gegner von Corona-Schutzmaßnahmen zum „Spaziergang“ am Rathaus versammelt.
Zum sechsten Mal hatten sich Gegner von Corona-Schutzmaßnahmen zum „Spaziergang“ am Rathaus versammelt. © Hesse, Florian

Angemeldet waren ursprünglich 50 Teilnehmer, sodass kurzfristig noch Ordner nachnominiert werden mussten, die in der Praxis allerdings nichts zu tun hatten. Maske tragen war Pflicht, und so konnten die Parallelveranstaltungen auch gut auseinandergehalten werden.

Man habe aus den bisherigen Erfahrungen von Spaziergängen und parallelen Kundgebungen keine Eskalation erwartet, so der Leiter der Polizeiwache Halver, Jens Naumann. Mit normaler Besetzung wurden auch diesmal die Spaziergänger auf ihrem Weg gesichert. Man betrachte die Versammlungsfreiheit als elementares Rechts und suche keine Eskalation, hatte Ordnungsamtsleiter Lutz Eicker bereits zum letzten Montags-Spaziergang gesagt.

Die Mahnwache hingegen richtete sich auch gegen die Spaziergänge, „um ein Zeichen zu setzen gegen den Missbrauch der Versammlungsfreiheit“, wie es die Veranstalter formuliert hatten. Ob es zu einer Wiederholung kommt, blieb am Montag noch offen. Die Corona-Lage spitzt sich derweil in allen Städten des Märkischen Kreises zu.

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