Corona in Halver: Reaktionen auf neue Allgemeinverfügung

Das Rathaus in Halver
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Nachgefragt im Rathaus: Kein Schilderwald um Schulen und Kitas, aber Umsetzung der Allgemeinverfügung in Halver mit Konsequenz und Augenmaß

Die Allgemeinverfügung des Märkischen Kreises liegt auf dem Tisch. Und die Umsetzung liegt bei den Kommunen im Kreis, der mit einer Sieben-Tages-Inzidenz (Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100 Einwohner) in NRW unverändert an der Spitze liegt

Halver – Im Wesentlichen sind es zwei Punkte der Verfügung, die sofort in die Öffentlichkeit hineinwirken dürften:

  • die Umsetzung von Kontaktbeschränkungen auch im privaten Raum und
  • das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Umkreis von Schulen und Kitas.

Wichtig dabei und erst der vollständigen Verfügung zu entnehmen: Die Maskenpflicht gilt nicht für zufällige Passanten im Umfeld der Einrichtungen. Genau heißt es darin: „Alle Besucher einer Schule, einer Kindertageseinrichtung oder vergleichbarer Einrichtungen, in denen sich Kinder aufhalten, haben im Umkreis mit einem Radius von 150 Meter um diese Schule oder Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen; hierzu gehören alle Schüler, alle Kinder, alle in der Schule oder Kita oder sonstigen Einrichtung Beschäftigten und alle, die jemanden zur Schule beziehungsweise zur Kita begleiten, dort abholen oder die Schule aus anderen Gründen aufsuchen.“

Beschilderung?

Eine Beschilderung des entsprechenden Umfelds dürfte hingegen in der Praxis kaum möglich sein, sagt Bürgermeister Michael Brosch nach der ersten verwaltungsinternen Einschätzung. Denn dazu müssten weite Teile des Stadtgebiets kurzfristig entsprechend ausgewiesen werden, wie die Bewertung der entsprechenden Radien um die Einrichtungen ergeben hätte. Mitarbeiter des Ordnungsamts wie auch aus weiteren Bereichen der Stadtverwaltung seien jedenfalls ab sofort gehalten, die Befolgung der Verfügung auch konkret umzusetzen, aufzuklären und im Zweifelsfall Verstöße auch zu ahnden.

Schwieriger werden dürfte es beim ordnungsbehördlichen Zugriff nun auch in den privaten Raum, falls sich in dieser Hinsicht Verdachtsmomente ergäben. Zwar seien nominell rund 20 Mitarbeiter in diesen Dienst eingebunden, erledigten die Aufgabe aber on top zu ihrer normalen Arbeit und damit in der Regel als Überstunden.

Zusammenarbeit mit der Polizei

In kritische Situationen aber könne man keine Kollegin und keinen Kollegen ohne Unterstützung schicken. „Da hat niemand eine entsprechende Schulung oder gar Nahkampfausbildung“, sagt Brosch. Er setze hier auf die auch in der Vergangenheit hervorragende Zusammenarbeit mit den Beamten der Polizeiwache in Halver. Denkbar sei auch die weitere externe Verstärkung des Ordnungsamts durch Mitarbeiter privater Wachdienste.

Personengruppen, die nicht über die Zeitung oder soziale Medien erreicht würden, will die Stadt auf anderen Kanälen ansprechen. Man suche das Gespräch mit Gemeindevorständen, Vereinen und Betrieben.

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