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Mittlerweile 21 positive Fälle: Neue Sorgen nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim im MK

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Von: Sarah Lorencic, Monika Salzmann, Sarah Reichelt

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Corona im Seniorenheim.
Corona im Seniorenheim. © Hauke-Christian Dittrich

In einem Seniorenheim im MK ist das Coronavirus ausgebrochen. Es gibt weitere infizierte Bewohner. Die Ergebnisse der PCR-Tests liegen jetzt vor.

Update vom 24. Januar, 10.37: Die Welle im Seniorenzentrum Bethanien geht weiter. Mittlerweile sind es 18 Bewohner, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden sowie drei Mitarbeiter. War anfangs nur der Wohnbereich 1 betroffen, gibt es jetzt auch einen ersten Fall auf dem Wohnbereich 2. Lange blieb das Seniorenheim an der Bachstraße größtenteils verschont. „Jetzt trifft es uns mit Wucht“, sagt Einrichtungsleiterin Stefanie Thiemann.

Allen Infizierten geht es soweit gut, sagt Thiemann weiter. Neben Erkältungssymptomen und teilweise erhöhter Temperatur gibt es keine schlimmeren Verläufe. „Hauptsache, alle überleben“, hofft die Leiterin. Immerhin seien die Bewohner eine Risikogruppe. Aber die Impfung, sagt Thiemann, schützt vor schlimmeren Verläufen. Niemand liegt auf Intensivstation – das hätte 2020 ohne Impfung bei diesem Ausbruch ganz anders aussehen können, vermutet Thiemann. Die Angst, dass es gerade den Wohnbereich 1 trifft, auf dem die dementen Bewohner leben, war immer groß. Jetzt ist es passiert. Man wusste um die Probleme, die bei der Quarantäne entstehen.

Personal den ganzen Tag im Schutzanzug

Kurz nachdem man den Bewohnern erklärt hat, dass sie auf ihren Zimmern bleiben müssen, „laufen sie wieder auf dem Flur rum“. Daher war von vornherein klar, wenn es hier einen Ausbruch gibt, gibt es vermehrt Ansteckungen. Das Pflegepersonal muss sich schützen und arbeitet den ganzen Tag im kompletten Schutzanzug. „Wir hoffen, alle halten durch und bleiben gesund.“ Wenn sich noch mehr Mitarbeiter infizieren, gibt es ein Problem, sagt Thiemann.

Sorge um mehr Fälle unter den Mitarbeiten - was dann?

Für diesen Fall hat sie bereits bei Zeitarbeitsfirmen angefragt und hofft zudem auf den Träger, der Diakonie, dass es Aushilfen geben wird. „Aber es wird überall jeder einzelne gebraucht.“ Von Besuchen bittet das Seniorenzentrum weiter abzusehen und stattdessen anzurufen. Auch von den Mitarbeitern im Büro darf niemand auf die Wohnbereiche und Sitzungen finden nur noch digital statt. In der Hoffnung, nicht noch mehr Infizierungen zählen zu müssen. slo

Update vom 23. Januar, 11.49 Uhr: Im Seniorenheim Bethanien in Halver sind weitere Bewohner an Covid-19 erkrankt. Betroffen ist der Dementen-Bereich der Einrichtung. Am Samstagmorgen erhielt Einrichtungsleiterin Stefanie Thiemann aus dem Labor die Bestätigung, dass sich acht weitere Bewohner mit dem Virus infiziert haben: „Alle PCR-Tests waren positiv.“

Überdies waren am Samstagmorgen bei einem weiteren Bewohner und einem Mitarbeiter Schnelltests positiv. Es steht zu befürchten, dass auch sie sich mit dem Virus infiziert haben. „Es greift um sich“, bestätigt Thiemann.

Zuerst zwei Fälle

Anfang vergangener Woche waren die ersten zwei Fälle aufgetreten. Bis auf einen Infizierten, der ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, geht es den Erkrankten den Umständen entsprechend gut. „Vereinzelt haben sie Temperatur“, berichtet die Einrichtungsleiterin.

Fast alle Infizierten sind geboostert. Von Besuchen rät Stefanie Thiemann ausdrücklich ab, um das Virus nicht noch weiter zu verbreiten. Besuche seien zwar nach wie vor möglich, jedoch nur in äußersten Fällen anzuraten. „Und wenn, dann durchgängig mit FFP2-Maske auch im Zimmer.“

[Erstmeldung] Halver - „Wir haben Covid-19“, sagt Stefanie Thiemann, Leiterin des Seniorenzentrums Bethanien in Halver. Sie spricht am Freitag von zwei Fällen im Dementen-Bereich der Einrichtung. Zwei Fälle sind bestätigt, zwei Bewohner sind an dem Coronavirus erkrankt. Bei sieben weiteren Bewohnern waren Schnelltests positiv. „Die PCR-Tests sind auf dem Weg ins Labor“, sagt Thiemann und erwartet das Ergebnis am Samstagmorgen.

Bereits am Montag wurde das Virus beim ersten Bewohner bekannt. Am Mittwoch kam der zweite Fall hinzu. Am Freitag nun die sieben weiteren Fälle, die noch nicht durch das PCR-Test-Ergebnis bestätigt sind.

Ein Bewohner, bei dem das Virus bestätigt ist, ist laut Stefanie Thiemann ungeimpft. Alle anderen Betroffenen seien geboostert. „Allen geht es gut“, betont die Leiterin. Auch dem ungeimpften, infizierten Bewohner gehe es gut. Alle Mitarbeiter sind negativ.

Von Besuchen wird abgeraten

Das Seniorenzentrum ist in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises. Die betroffene Station im Bethanien werde nicht geschlossen, sagt Thiemann. Besuche sind weiterhin möglich, aber die Leiterin rät ausdrücklich davon ab. Im Fall eines Besuchs ist die FFP2-Maske durchgehend zu tragen.

Die zwei Bewohner, bei denen das Virus zuerst festgestellt wurde, befinden sich in Quarantäne. Sie seien isoliert und „bleiben im Zimmer“, erklärt Stefanie Thiemann. Auch die anderen betroffenen Bewohner sind in Quarantäne. „Auf dem dementen Bereich ist das schwierig“, sagt Thiemann.

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