32 statt 270 Besucher: Gottesdienst wieder mit Präsenz

Präsenz Gottesdienst Halver Christus König
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Gottesdienste mit Besuchern – das ist in Halver bei der Katholischen Kirchengemeinde Christus König seit dem Wochenende wieder möglich. Die Anzahl der Sitzplätze ist allerdings wegen der Corona-Regeln stark begrenzt.

Die Pfarrei Christus König kehrt mit Beginn des neuen Kirchenjahres zurück zum Präsenzgottesdienst. Erste Termine unter Corona-Regeln fanden am Wochenende statt. Statt 270 Menschen können 32 in der Halveraner Kirche teilnehmen.

Halver – Am 2. Weihnachtstag hat Pfarrer Claus Optenhöfel zum letzten Mal einen Gottesdienst mit Besuchern in der Christus-König-Kirche abgehalten. Nach fast zwei Monaten dürfen die Türen des Gotteshauses an der Hermann-Köhler-Straße nun wieder für die Heilige Messe geöffnet werden. Wer daran teilnehmen möchte, muss sich allerdings rechtzeitig anmelden, denn nur 32 Sitzplätze dürfen für die Kirchgänger reserviert werden.

„Man muss sich vorher im Pfarrbüro anmelden“, erklärt Optenhöfel. „Der Name wird dann notiert und im Sitzplan eingetragen.“ Der Plan ist unverzichtbar, denn zwischen den Besuchern muss jeweils ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden.

Besondere Sitzordnung in der Kirche

Bereits beim Betreten der Kirche empfangen Gemeindemitarbeiter die Gläubigen, um auf ordnungsgemäß angelegte Masken und Verwendung der Handdesinfektion zu achten, bevor der zugewiesene Sitzplatz eingenommen werden kann. „Platz heißt aber nicht, dass dort nur eine Person sitzen kann“, sagt Claus Optenhöfel. „Wenn eine Familie mit vier Personen kommt, können alle zusammen den Platz belegen.“ Trotzdem ergibt der Blick über die Sitzreihen ein recht übersichtliches Bild. Ohne Corona-Beschränkungen finden rund 270 Menschen Platz auf den Bänken, mit den Regeln sind es nur 32 Plätze.

Nach zwei Monaten: Pfarrer Claus Optenhöfel konnte am Wochenende das erste Mal seit Weihnachten wieder eine Heilige Messe mit Besuchern abhalten.

Neben der sonntäglichen Messe in Halver wird auch wieder zur Vorabendmesse am Samstagabend eingeladen. „Die findet zurzeit aber nicht in Oberbrügge statt. Wir feiern nur in Halver die Gottesdienste, weil da die größere Kirche ist.“

Die vielen Maßnahmen sorgen bei den Christen für unterschiedliche Reaktionen. „Einige sagen, dass es gut ist, dass wir so vorsichtig sind und dass man derzeit besser nicht in die Kirche gehen sollte“, bekam Pfarrer Optenhöfel als Feedback. „Vor Kurzem haben sich Leute aber auch darüber beschwert, dass wir keine Gottesdienste feiern. Das wäre doch das Wichtigste, dass man wenigstens am Sonntag in die Kirche gehen dürfe. Dies sei ein Grundbedürfnis des Glaubens, auf dem vieles Andere wurzelt.“ Er persönlich hält Gottesdienste ebenfalls für sehr wichtige Termine: „Wir können das unter den Bedingungen, die wir einhalten, auch sehr gut machen. Ich hätte das auch schon vor einigen Wochen für möglich gehalten. Da waren wir jedoch noch sehr vorsichtig und haben abgewartet.“ In der Weihnachtszeit hätte er bereits gute Erfahrungen gesammelt. Trotz großer Nachfrage nach den Gottesdiensten hätte alles sehr gut funktioniert und die Besucher seien sehr verständnisvoll und besonnen gewesen.

Keine Messe ist länger als 45 Minuten

Neben den Hygienemaßnahmen wurde auch der Ablauf der Messen etwas angepasst: „Die Predigt fällt, wie im Advent, bewusst kurz aus. Der ganze Gottesdienst dauert nur noch etwa 45 Minuten.“ Auch die Lieder, die sonst durchs Gotteshaus hallten, müssen ausbleiben. Lediglich das Mitsprechen bei Gebeten ist erlaubt.

Während am Samstag fast 20 Gläubige die Messe besuchten, fanden am Sonntag rund 30 den Weg in die Kirche. Die Resonanz sei auch diesmal positiv gewesen, weiß der Pfarrer. Nun müsse sich nur noch herumsprechen, dass die Gottesdienste wieder stattfinden. So lange die aktuelle Lage sich nicht wieder zum Negativen ändert, sollen die Messen auch weiterhin stattfinden.

Ein zentraler Punkt dabei war am Wochenende die Vorstellung des neuen Hungertuchs, das während der Fastenzeit in der Kirche hängt. Die in Chile geborene Künstlerin Lilian Moreno Sánchez hat das Werk mit dem Titel „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ angefertigt. Es zeigt das Röntgenbild eines gebrochenen Fußes, das auf Bettwäsche gemalt wurde, die aus einem Krankenhaus im Kloster Beuerberg stammt. Es ist der Fuß eines Menschen, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit durch die Staatsgewalt verletzt wurde.

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